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| Urlaubsreport

Noch nie so erholt wie in diesem Jahr

Einer Studie zufolge sind die meisten Deutschen nach dem Sommerurlaub komplett entspannt.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Deutsche Büros sollten diesen Sommer Oasen der Ruhe sein: Einer Studie zufolge sind noch nie so viele Deutsche entspannt aus dem Urlaub zurückgekommen wie in diesem Jahr. Doch es gibt deutliche Unterschiede: Im Osten ist die Lage relaxter als im Süden, und zudem sind Ältere erholter als Jüngere.

Das sind einige Ergebnisse des diesjährigen DAK-Urlaubsreports, für den Forsa im Auftrag der Krankenkasse im August 1.015 Deutsche befragte, die schon aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt waren. Im Vergleich zu den Studien aus den Vorjahren war die Erholung in diesem Jahr damit bislang am größten.
Entspannt im Osten, schlecht erholt im Süden
Doch nicht alle Befragten haben sich gut erholt – es gibt sowohl regionale Unterschiede als auch solche zwischen den Altersklassen. Besonders entspannt kamen demnach Menschen aus Ostdeutschland sowie die Altersgruppe zwischen 45 bis 59 Jahren aus dem Urlaub zurück. Nur jeder Zehnte aus diesen beiden Kategorien gab an, sich weniger gut oder überhaupt nicht erholt zu haben.
Mit weniger entspannten Mitarbeitern müssen demnach Arbeitgeber im Süden rechnen: Die meisten Probleme beim Relaxen hatten der Studie zufolge nämlich die Baden-Württemberger. Und auch die Altersklasse der 30- bis 40-Jährigen konnte sich weniger gut erholen als ihre älteren Kollegen.
Beim Baden in Gedanken auf dem Bürostuhl
Bei 37 Prozent aller schlecht erholten Urlauber resultierte die fehlende Entspannung offenbar aus Arbeitsstress; sie konnten nach eigenen Angaben nicht vom Job abschalten. "Wer beim Baden in Gedanken noch auf seinem Bürostuhl sitzt, kommt selten erholt an seinen Arbeitsplatz zurück", kommentiert Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK-Gesundheit dieses Ergebnis. "Das wirkt sich über kurz oder lang auch negativ auf die Gesundheit aus."
Doch auch wenn ein gutes Drittel Probleme mit der Entspannung hatte: Das Ergebnis bedeutet eine Verbesserung zur Befragung des vergangenen Jahrs, als noch gut jeder Zweite angab, er habe im Urlaub nicht abschalten können. Zudem hat sich offenbar die Erkenntnis, im Urlaub Berufliches und Privates voneinander zu trennen, bei vielen durchgesetzt: Jeder dritte Sommerurlauber im Jahr 2014 erklärte, der Verzicht auf Handy oder Internet habe besonders zur Erholung beigetragen. Allerdings musste immerhin jeder Zehnte per Handy oder Internet für seinen Arbeitgeber erreichbar sein.

61 Prozent der Befragten haben die fehlende Arbeitsbelastung als Hauptgrund für ihre gute Erholung identifiziert. In der Gruppe der besonders schlecht erholten 30- bis 44-Jährigen waren dies sogar 68 Prozent.
Entspannungskiller: Stress mit Familie und Freunden
Und wie im vergangenen Jahr war auch 2014 der Job bei weitem nicht der einzige Stressfaktor im Urlaub: Auch Ärger mit Familie oder Freunden (18 Prozent), Krankheit (17 Prozent) oder schlechtes Wetter (15 Prozent) waren für manchen Urlauber ein echter Entspannungskiller. Die meisten der kranken Urlauber (41 Prozent) ereilte in den Ferien eine Erkältung. 22 Prozent der Krankheitsfälle wurden durch einen Unfall oder Sturz ausgelöst. Magen-Darm-Probleme hatten 15 Prozent, und drei Prozent erlitten einen schweren Sonnenbrand.
Wer nicht krank war, nutzte die Zeit oft für sportliche Aktivitäten, worüber sich viele Arbeitgeber im Zuge der Gesundheitsförderung freuen dürften. Mehr als zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten bewegten sich, trieben Sport oder absolvierten ein Fitnesstraining. Weitere Garanten für gute Erholung waren für viele gezielter Stressabbau (61 Prozent), viel Schlaf (53 Prozent) und gesunde Ernährung (47 Prozent).

Haufe Online Redaktion

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