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Wer älter ist, erholt sich besser

92 Prozent der über 60-Jährigen kehren laut Studie erholt aus dem Urlaub zurück.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wie haben sich die Deutschen im Urlaub erholt? Darüber gibt jetzt der DAK-Urlaubsreport Aufschluss: Die Ü-60-Fraktion erholte sich am besten; weniger gut erging es den 30- bis 40-Jährigen. Am meisten förderten Sonne und Natur die Erholung – und die Zeit mit der Familie.

Vor Start der diesjährigen Urlaubssaison prophezeiten mehrere Umfragen den Deutschen schlechte Sommererholung – gaben doch viele Berufstätige an, auch im Urlaub arbeiten zu wollen oder zu müssen. Pünktlich zur Rückkehr aus den Ferien hat nun das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit 1.003 Deutsche nach ihrer Urlaubserholung befragt. Dabei stellten die Studienautoren fest, dass sich ältere Menschen (über 60 Jahre) am besten erholten: Nur acht Prozent dieser Altersgruppe gibt an, am Urlaubsende weniger gut oder überhaupt nicht erholt zu sein. Größer ist dagegen der Anteil der Unerholten mit 18 Prozent in der Altersklasse der 30- bis 44-Jährigen.

Die Berufstätigkeit scheint dabei eine Rolle zu spielen, denn jeder zweite Urlauber mit schlechter Erholung gibt an, er habe in der freien Zeit nicht vom Job abschalten können. 13 Prozent der Befragten war dies gar unmöglich: Sie mussten für ihren Arbeitgeber über Handy oder das Internet erreichbar sein. Die Autoren der Studie betonen, dass Beschäftigte jedoch gerade im Urlaub darauf verzichten sollten, immer erreichbar zu sein: "Statt ständig das Handy griffbereit zu haben, sollten besser die eigenen Batterien aufgeladen werden", erklärt Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK-Gesundheit. "So sind wir später im Job wieder leistungsfähig und bleiben länger gesund."

Stress mit Familie und Freunden verdirbt Erholung

Doch auch privater Urlaubsstress ist der Umfrage zufolge ein Faktor für fehlende Erholung: 26 Prozent der Befragten konnten den Urlaub nicht richtig genießen, weil sie Stress mit der Familie oder Freunden hatten. Auch Fortuna machte einigen Erholungssuchenden einen Strich durch die Rechnung: Für 16 Prozent war der Urlaub deshalb kein Erfolg, weil sie sich verletzten oder krank waren. Dabei lagen Erkältungskrankheiten vorne (31 Prozent), gefolgt von Unfällen oder Stürzen (27 Prozent). Sieben Prozent übertrieben es mit Sonne und Natur und holten sich einen Sonnenbrand. Vier Prozent litten unter psychischen Problemen. Und weiteren 16 Prozent machte das schlechte Wetter zu schaffen.

Die Meinungsforscher wollten auch wissen, was nach Meinung der Befragten am meisten zu deren Erholung beigetragen hat. Hier liegen "Sonne und Natur" mit 82 Prozent vorne, auf Platz zwei kommt die "Zeit mit der Familie" mit 71 Prozent. 70 Prozent schätzen "Zeit mit sich selbst" als Entspannungsfaktor, während auch der "Wegfall der Arbeitsbelastung" für 64 Prozent ein wichtiger Schlüssel zur Erholung ist. Genauso viele machten den "Ortswechsel" als wichtig aus, während für die Hälfte der Befragten ein aktiver Urlaub mit "Bewegung und Sport" erholungsfördernd wirkt. Den "Verzicht auf Handy und Internet" nennen immerhin 31 Prozent als Faktor.

Schlagworte zum Thema:  Entspannung, Erholung, Urlaub

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