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Umfrage: Trends in der betrieblichen Weiterbildung

Die Unternehmen investieren nicht nur wieder stärker in die Qualifikation ihrer Mitarbeiter. Langfristig gesehen, zeichnet sich vor allem der Trend ab, dass sie mehr und mehr an einer Integration der Lern- und Qualifizierungsprozesse in die Arbeitsprozesse interessiert sind, zeigt eine aktuelle Verbands-Umfrage des Wuppertaler Kreises e.V.

Mit seiner jährlichen Verbands-Umfrage "Trends in der Weiterbildung" analysiert der Wuppertaler Kreis e.V. – Bundesverband betriebliche Weiterbildung die Entwicklung des Weiterbildungsmarktes anhand von Trendaussagen zu Auftragseingängen, Geschäftslage und Entwicklungstendenzen im Markt. Für das laufende Jahr erwartet die Mehrzahl der Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises eine ausgesprochen positive Entwicklung. So stieg der Geschäftslage-Indikator Weiterbildung auf 124 Prozent, 13 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

 

Höhere Nachfrage nach unternehmensspezifischen Inhouse-Seminaren

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung werden offene Seminare wieder verstärkt nachgefragt. Ebenso positiv sind die Erwartungen für das Angebot firmeninterner Seminare. Das Fachwissen und die Kompetenz der Weiterbildungseinrichtungen in der Gestaltung von Bildungsprozessen werden von den Unternehmen zunehmend für bedarfsgerechte intern durchgeführte Maßnahmen nachgefragt.

 

Weiterbildung als integrierter Bestandteil

Der wichtigste Langfrist-Trend in der betrieblichen Weiterbildung ist die Integration der Lern- und Qualifizierungsprozesse in die Arbeitsprozesse. Weiterbildungsmaßnahmen werden zunehmend als integrierter Bestandteil und Motor von Unternehmensentwicklungsprozessen konzipiert und die Weiterbildungseinrichtungen damit unmittelbar als strategischer Partner der Unternehmen eingebunden.

 

Steigendes Interesse an der Zertifizierung von Kompetenzen

Ein weiterer Trend ist das steigende Interesse der Unternehmen und auch der Teilnehmer an der Zertifizierung von Kompetenzen, die in der Weiterbildung erworben wurden. Zertifikate dienen der Arbeitsmarktfähigkeit der Beschäftigten und die Weiterbildungseinrichtungen sind gefordert, ihre Angebote an den für den Arbeitsmarkt relevanten Standards auszurichten.

 

Demografie-spezifische Angebote werden wichtiger

Die Weiterbildungsinstitute richten sich letztlich auch darauf ein, ihre Angebote bedarfsgerecht an die demografischen Veränderungen anzupassen. Dabei geht es vor allem darum, die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter vor dem Hintergrund einer steigenden Lebensarbeitszeit und dem absehbaren Fachkräftemangel zu erhalten. Die Herausforderungen der Führung im demografischen Wandel werden zunehmend in Führungstrainings und Entwicklungsmaßnahmen für Führungskräfte integriert.

Für die Gestaltung der Weiterbildungsangebote stellt sich hierbei die Herausforderung, Lernformen und Lerninhalte zielgruppenspezifisch jeweils sowohl auf die Anforderungen älterer Teilnehmer als auch auf die veränderten Lern- und Kommunikationsgewohnheiten der jüngeren Generation einzustellen.

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