14.06.2011 | HR-Management

Umfrage beim DGFP-Kongress zeigt: Voruteile blockieren Diversity

Beim Thema Integration muss sich das Personalmanagement in Deutschland noch optimaler auf die Notwendigkeiten einstellen, die mit vielfältigen Belegschaften einhergehen. Das ergab eine TED-Umfrage beim diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP).

"Personalmanagement integriert - individuell, flexibel, vielfältig": Dieses Motto wählte die DGFP für ihren Kongress 2011. Nach Angaben der DGFp nahmen in diesem Jahr knapp 200 Aussteller, rund 2.600 Messe- und etwa 700 Kongressbesucher an der Veranstaltung teil. Im vergangenen Jahr waren es noch 255 Aussteller und etwa gleich viele Messe- sowie Kongressteilnehmer.

 

TED-Umfrage zeigt Probleme im Diversity Management auf

Im Eröffnungsplenum am Vormittag des ersten Kongresstages (8. Juni) ermittelte die DGFP per TED-Umfrage unter den Zuhörern die größten Integrationsbarrieren, geeignete Integrationsmaßnahmen und die real gelebte Praxis. Die Umfrage gliederte sich in drei Themenblöcke, die sich jeweils auf die Situation von Frauen, älteren Mitarbeitern und Mitarbeiter unterschiedlicher, kultureller Herkunft bezogen.

Als größte Hindernisse für Diversity in Unternehmen nannte die Mehrheit der Befragten fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die fehlende Akzeptanz von weiblichem Führungsverhalten. Zudem blockierten Stereotype und Vorurteile die Integration vom Migranten. Eine jugendorientierte Leitkurltur halten die Befragten für eine Hauptursache für die mangelnde Intergration älterer Mitarbeiter.

 

Bevorzugte Maßnahme: Arbeitszeiten flexibilisieren

Konkrete Maßnahmen, die diese Situationen verbessern können, sind laut den TED-Ergebnissen Kinderbetreuungsangebote, Arbeitszeitflexibilisierung und eine Verbesserung der Unternehmenskultur. Zudem seien kulturell gemischte Teams, interkulturelles Training und gezielter Sprachförderung wichtig. Die Problematik mit älteren Mitarbeitern sehen die Befragten relativiert durch Gesundheitsförderung, flexible Arbeitszeit und lebenslanges Lernen.

Bisher werden diese Maßnahmen aber noch nicht in der Praxis umgesetzt, so das Ergebnis des dritten Fragenblocks. Hier fielen die Ergebnisse in allen Punkten negativ aus. Es besteht immer noch deutlicher Nachholbedarf bei den Unternehmen, um Integration wirklich sicherstellen zu können.

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