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| Mobbing

TV-Film zeigt Folgen für gemobbte Mitarbeiter

Für Mobbing gibt es viele Ursachen. Wer sich darüber bewusst ist, kann vorbeugen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Ein TV-Film widmet sich einem wichtigen Personalthema: "Mobbing" läuft am 25.01.2013 auf Arte. Der Film zeigt die Folgen von Mobbing auf die Opfer und ihre Umgebung. Ein "subtiles Horrorstück" nennt es "Spiegel-Online". Durch Präventionsarbeit im Unternehmen ließe sich dies vermeiden.

Im Film wird eine typische Mobbing-Situation beschrieben: Familienvater Jo kommt mit einer neuen Vorgesetzten nicht zurecht. Ihm werden "sukzessive seine Kompetenzen entzogen und schließlich wird er zum Handlanger degradiert", so die Programmvorschau von Arte. "Die Kollegen wenden sich ab. Der Druck bei der Arbeit überträgt sich auf das Familienleben." Auch der Prozess vor Gericht, den der Familienvater gewinnt, wird im Film thematisiert.

Ursachen für Mobbing sind sehr unterschiedlich

Die Ursachen von Mobbing sind sehr unterschiedlich. Es kann passieren, dass - wie im Film - mit einem neuen Kollegen Probleme entstehen. Auch Führungsmängel führen häufig zu Mobbing. Eine unklare Verteilung der Aufgaben oder eine fehlende Arbeitsplatzbeschreibung können auch Ursache sein; genauso wie unvorbereitete Rationalisierungsmaßnahmen, wirtschaftliche Schwierigkeiten des Unternehmens oder Personalabbau. Wenn die Situation am Arbeitsplatz gekennzeichnet ist von Unter- oder Überforderung, stark schwankenden Arbeitsbelastungen, geringen Handlungsspielräumen, belastenden Arbeitszeiten und einem schlechten Teamklima, kann ebenfalls Mobbing entstehen. Ursachen finden sich also sowohl im Betriebsklima, als auch in Veränderungen jeder Art und im Führungsverhalten.

Prävention ist das Gebot der Stunde

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die bei bestehendem Mobbing ergriffen werden können, noch sinnvoller ist natürlich die Prävention. Dabei ist darauf zu achten, in welchem Stadium sich der Mobbing-Prozess befindet. In frühen Stadien helfen vielleicht noch Konfliktgespräche mit den Beteiligten, die bei fortgeschrittenem Mobbing dagegen nicht anwendbar sein können. Wegen der massiven psychischen Gefährdung der Mobbing-Opfer kann es dann sinnvoll sein, erfahrene Experten hinzuzuziehen. Das Ziel von Präventionsmaßnahmen ist es, eine Organisation zu befähigen, Konflikte konstruktiv zu lösen und ein Bewusstsein für Mobbing zu schaffen.

Präventive Maßnahmen, wie sie Bamberg, Ducki und Metz in ihrem "Handbuch Betriebliche Gesundheitsförderung" empfehlen, sind:

- Vorträge zur Sensibilisierung der Beteiligten (Mitarbeiter, Führungskräfte, Interessenvertreter)

- Maßnahmen zur Organisationsentwicklung: Steigerung der Transparenz, Eigenverantwortung und Selbstorganisation, Aufgabenerweiterung, angemessene Kommunikation, flexible Arbeitszeiten

- Benennung eines Mobbing-Beauftragten als festen Ansprechpartner

- Fortbildung der Mitarbeiter, zum Beispiel zu Konfliktlösung, Stress- und Zeitmanagement

- Fortbildung der Führungskräfte zum Erkennen und gezielten Lösen von Konflikten im Team

Haufe Online Redaktion

Mobbing, Prävention, Gesundheitsmanagement

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