Nur ein Tag Weiterbildung im Jahr? Das ist bei Trainer und Coachs laut einer DVCT-Umfrage die Ausnahme. Bild: Corbis

Wer andere beim Lernen und bei der Persönlichkeitsentwicklung unterstützt, sollte selbst immer auf dem neusten Wissensstand sein. Wie oft sich Coachs und Trainer weiterbilden, hat der Coach- und Trainerverband DVCT nun in seiner jährlichen Umfrage untersucht.

Etwa eine Woche pro Jahr investieren demnach deutsche Coachs und Trainer in ihre eigene Weiterbildung. Das belegt eine Umfrage des Deutschen Verbands für Coaching und Training (DVCT), an der sich 236 der insgesamt rund 1.600 DVCT-Mitglieder beteiligt haben.

Durchschnittlich nimmt jeder Trainer oder Coach fünf Tage im Jahr an einer Weiterbildung teil. Ein knappes Drittel (31 Prozent) investiert zwischen fünf und zehn Tagen, und ein knappes Viertel (23 Prozent) sogar mehr als zehn Tage pro Jahr.

DVCT-Umfrage zeigt großes Weiterbildungsengagement

Im Vergleich mit anderen Beschäftigten bilden sich Coachs und Trainer damit überdurchschnittlich oft weiter: Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verbrachten Beschäftigte in deutschen Unternehmen 2015 durchschnittlich weniger als drei Tage (22 Stunden) in Lehrgängen, Kursen oder Seminaren.
"Wer andere beruflich und privat voranbringen möchte, darf selbst nicht stehen bleiben", kommentiert die DVCT-Vorsitzende Susanne Lübben die Ergebnisse der Umfrage. "Weiterbildung ist für Coachs und Trainer im doppelten Sinne Pflicht. Es gilt, die eigenen Kompetenzen regelmäßig zu überprüfen und aufzufrischen: mittels Training, Coaching oder mit Online-Lernangeboten."

Coachs und Trainer müssten auch deswegen ständig in ihre eigene Weiterbildung investieren, weil sich die Aufgaben und Angebote ihres Berufs permanent erweitern: "Unsere Arbeitswelt verändert sich rasant", sagt Lübben. "Wenn Coachs und Trainer ihre Kunden und Klienten fit für diesen Wandel machen wollen, dürfen sie selbst nicht stehen bleiben. Sie müssen investieren, Trends aufnehmen und sich selbst immer wieder neu herausfordern", so die Verbandschefin. Nur so könnten sie Qualität anbieten und als Konstante im Wandel wirken.

Digitale Weiterbildung fordert Coachs und Trainer heraus

So bedeutet etwa der Trend zur Digitalisierung neue Herausforderungen für Coachs und Trainer: Sie stehen vor Frage, welche ihrer Coaching- und Trainingsangebote sie auch digital verfügbar machen können und welche weiter analog laufen sollen (lesen Sie hier, unter welchen Bedingungen Online-Coaching gelingen kann).

Bisher haben jedoch nicht alle Befragten selbst Erfahrungen mit digitaler Weiterbildung gemacht: Rund ein Drittel hat eigenen Angaben zufolge noch nie an einem E-Learning teilgenommen.


Eine Zusammenfassung der DVCT-Mitgliederbefragung steht bereit unter www.dvct.de.

Schlagworte zum Thema:  Weiterbildung, Personalentwicklung, Training, Coaching

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