21.10.2011 | HR-Management

Top-Manager tun sich mit den neuen Medien am schwersten

Frauen und Männer haben grundsätzlich ein ähnlich offenes Verhältnis zu den digitalen Medien. Deutlichere Unterschiede zeigen sich vielmehr im Altersvergleich als auch zwischen den Hierarchieebenen innerhalb des Unternehmens. Besonders Top-Manager sind sich uneins, ob sie sie nun ablehnen sollen oder nicht, belegt eine aktuelle dii-Studie.

Demnach zeigen die Teamverantwortlichen die größte Affinität zu den digitalen Medien, während das obere Management die vergleichsweise größte Distanz dazu aufweist. Es moniert etwa zu einem Drittel, dass die neuen Technologien häufig eine Belastung darstellen, jeder Fünfte aus dieser Befragungsgruppe erachtet sie gar als "eher überflüssig". Für zwei Drittel der Verantwortlichen in den Fachbereichen der Unternehmen sind die digitalen Medien hingegen entweder unverzichtbar geworden oder sie stellen in ihren Augen zumindest teilweise eine Bereicherung dar. Von den Teamleitern wird sogar zu drei Viertel ein solches positives Votum abgegeben. Zu diesen Ergebnissen kommt eine soziografische Studie des Digital Intelligence Institute (dii) unter mehr als 1.000 Führungskräften, in der zwischen den drei Positionsebenen Geschäftsleitung, Fachbereichsverantwortliche und Teamleiter unterschieden wurde.

 

Einstellung zu den digitalen Medien hängt auch stark vom Alter ab

Gleichzeitig ermittelte die dii-Studie in einem geschlechterbezogenen Vergleich, dass Frauen und Männer quer über die Hierarchiepositionen in relativ ähnlicher Weise die digitale Entwicklung empfinden. Geben Frauen zu 63 Prozent tendenziell ein positives Votum ab, sind es bei den Männern 69 Prozent. Anders gestaltet sich jedoch die Situation im Altersgruppenvergleich. So sind die elektronischen Medien für 80 Prozent der Berufstätigen bis 30 Jahre zur Selbstverständlichkeit geworden, bei den über 50-Jährigen äußern nur etwas mehr als die Hälfte eine positive Affinität gegenüber den digitalen Medien.

 

Hohe Investitionsbereitschaft der Top-Manager trotz persönlicher Distanz

Auch in der Frage, wie wichtig verstärkte Investitionen in digitale Technologien und Prozesse erachtet werden, zeigen sich in der soziografischen Betrachtung deutliche Abweichungen gegenüber dem persönlichen Verhältnis zur digitalen Welt in den verschiedenen Befragungsgruppen. Dies gilt insbesondere für das obere Management. Zwar zeigt es persönlich eine gewisse Distanz zu den digitalen Medien, doch nur jeder Sechste von ihnen bezeichnet solche Investitionen als überflüssig - im Gegenteil: 64 Prozent beurteilen sie als zukunftsrelevant oder zumindest für erstrebenswert. Bei den Fachbereichsmanagern und Teamleitern liegt die Quote derer, die sich für ein stärkeres Engagement der Firmen in digitale Techniken aussprechen, sogar jeweils bei über drei Viertel.

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