27.06.2011 | Serie Gesundheit

Teil 4: Wo Personaler Hilfe finden

Personaler stehen verstärkt unter dem Druck, ein tragfähiges Gesundheitsmanagement im Unternehmen auf- oder auszubauen. Externe Unterstützung kann hier helfen. Aber inzwischen tummeln sich zahlreiche Dienstleister auf dem Gesundheitsmarkt. Wir geben einen Überblick darüber, wer wie weiterhelfen kann.

Viele Personaler wenden sich häufig zuerst an die Krankenkassen. Besonders bewährt im BGM haben sich die Techniker Krankenkassen (TK) und die Barmer GEK. Die TK bietet beispielsweise die Übernahme von Projektkosten bei der Einführung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) an. Auch ein finanzieller Bonus nach Abschluss des Projekts ist möglich.

Dr. Oliver-Timo Henssler, der beim Marktforscher EuPD Research den Bereich BGM verantwortet, gibt allerdings zu bedenken: "Es gibt große Unterschiede, was das Leistungsportfolio und die Strategien der Kassen im betrieblichen Gesundheitsmanagement betrifft. Die von den Gesundheitsmanagern präferierten nachhaltigen Konzepte und Langfriststrategien bieten nicht alle Kassen gleichermaßen, einige setzen nur auf die Finanzierung von Einzelaktionen, die nicht selten primär der Mitgliederwerbung dienen."

Private Dienstleister mit umfassendem Angebot

Private Dienstleister können teilweise noch mehr zu bieten. So setzt Padoc bei seinem umfassenden BGM-Programm bei den Führungskräften an. "Bei uns wird das BGM wie ein roter Faden in die Unternehmensstrategie integriert. Dabei geht es nicht nur darum, ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit bei den Führungskräften zu schaffen, sondern vor allem auch darum, wie man mit dem Top-Down-Ansatz Mitarbeiter individuell und nachhaltig zu einem gesunden Leben und Arbeiten inspiriert", sagt Lümkemann.

Viele private Anbieter legen ihren Schwerpunkt auf das seelische Wohlbefinden der Mitarbeiter. Der Bereich Work-Life-Balance lässt sich effektiv durch externe Familienservicedienstleister abdecken. Sie führen Bedarfsanalysen im Bereich Work-Life-Balance und Mitarbeiterbefragungen durch, bieten Wiedereinstiegs-Coachings für Rückkehrer aus der Eltern- und Pflegezeit, organisieren eine unternehmensnahe Kinderbetreuung und helfen Mitarbeitern immer öfter auch im Bereich Altenpflege aus. Die Preise für die Services variieren in der Regel nach Mitarbeiterzahl und der gebuchten Tiefe der Leistungen.

Unterstützung beim Arbeitsschutz

Will man das BGM durch Berater im Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik fördern, wird man beispielsweise bei der BAD Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik, einem der größten europäischen Anbieter von Präventionsdienstleistungen, einen interessanten Kooperationspartner finden. Die Leistungstiefe reicht hier von Einzelprojekten bis hin zu komplexen Outsourcing-Maßnahmen und auch Weiterbildungsmaßnahmen. Ebenso bietet die Tüv Süd Life Service GmbH Personalern umfassende Dienstleistungen mit Betriebsärzten oder Fachkräften für Arbeitssicherheit an.

Der komplette Artikel "Hilfe finden, Kosten sparen" (Autorin: Irene Winter) ist im Personalmagazin, Ausgabe 6/2011, erschienen.

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