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Erfolg oder nicht Erfolg? Das ist die ungeklärte Frage im Talentmanagement

Wie gut ist Ihr Talentmanagement? Wenn Sie das nicht beantworten können, liegt das auch daran, dass Sie den Erfolg gar nicht ausreichend messen. Gerade einmal knapp vier Prozent der Befragten geben in einem Quick-Check an, dass sie die Erfgolsmessung sinnvoll finden. Und das obwohl viel Geld ins Talentmanagement fließt.

Es ist ein Widerspruch: Unternehmen investieren heute viel Geld in Anwerbung und Onboarding neuer Mitarbeiter, anschließend stecken sie ebenso viel Geld ins Talent Management – messen dann aber die Erfolge dieser Arbeit nicht gezielt. Im Gegenteil: Die meisten Unternehmen betreiben kaum Aufwand in Sachen Erfolgsmessung und sehen auch kaum einen Nutzen in den Messungen im eigenen Haus.

Das belegt eine Umfrage im Rahmen eines Webinars von Lumesse und der Transformation Management AG. Ende Oktober befragten sie rund 200 Teilnehmern zu Aufwand und Nutzen der Erfolgsmessung von Talent Management im eigenen Haus. Die Ergebnisse zeigen bemerkenswerte Defizite: Die gezielte Erfolgsmessung der Fähigkeiten von Mitarbeitern ist in den meisten Unternehmen noch völlig unterentwickelt und der Nutzen wird kaum systematisch erfasst.

 

Viele sehen wenig Sinn in einer Erfolgsmessung

Beim zweiten Quick-Check befragte Lumesse 123 HR-Mitarbeiter deutscher Unternehmen zu verschiedenen Aspekten der Erfolgsmessung des Talent Managements im eigenen Haus; unter den Firmen befanden sich auch zahlreiche Dax-Konzerne. Knapp zwei Drittel (60,4 Prozent) gaben an, die im Unternehmen durchgeführte Messung nutze "gar nicht" oder "kaum", während 35,8 Prozent immerhin den Nutzen erkennen. Allerdings sind nur 3,8 Prozent der Meinung, die Erfolgsmessung nutze "viel".

Entsprechend mager verhält es sich angesichts dieser Aussagen auch mit dem Aufwand der Erfolgsmessung im eigenen Haus. Mehr als zwei Drittel (67,9 Prozent) betreiben "keinen" oder nur "wenig" Aufwand bei der Erfolgsmessung. Immerhin ein Viertel (24,5 Prozent) betreibt zumindest "etwas" Aufwand, während nur 7,6 Prozent viel Aufwand betreiben.

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