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Kunst-Ausstellung aus Fundstücken

Vom Fundstück zum Kunstobjekt: Ein New Yorker Hotel macht aus liegengelassenen Gegenständen Kunst.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer viel auf Tagungen und Meetings unterwegs ist, verliert oder vergisst in Hotels und anderen Veranstaltungsorten immer wieder mal den ein oder anderen Gegenstand. Ein New Yorker Hotel hat sich diesen Fundstücken auf ungewöhnliche Weise genähert: Ein Künstler hat eine Ausstellung daraus erstellt.

Das Hotel "Yotel" in New York, ein Drei-Sterne-Hotel in der Nähe des Times Square, muss jedes Jahr rund 7.000 Gegenstände entsorgen, die die Gäste im Hotel vergessen oder bewusst liegengelassen haben.

Als die Hotelleitung beobachtete, mit wieviel Neugier die Angestellten die Fundstücke betrachten und über sie redeten, entstand die Idee, den New Yorker Künstler Zach Hyman zu engagieren, um die Überbleibsel in einer Ausstellung in der Hotelhalle zu präsentieren. Hyman, der dadurch bekannt wurde, dass er nackte Models in der New Yorker U-Bahn fotografierte, stellte die Ausstellung unter den Titel "Mythologien: Verlorene und gefundene Artefakte".

Zu jedem Fundstück eine Geschichte

Zach wählte 18 Fundsachen aus und machte daraus Kunstwerke, indem er sie besonders wirksam präsentierte und dazu handschriftlich eine Geschichte ausdachte. Dabei erfand er Antworten auf die Fragen: "Wem gehörte das Stück?", "Was machte der Gast in New York?", "Wie ging es verloren?" und "Wie fanden es die Mitarbeiter?".

Ein Gast des Hotels vergaß zum Beispiel eine kleine, gelbe Ente aus Gummi. Hymans Geschichte dazu geht so: Ernie aus der Sesamstraße war im Hotel. Die Gummiente wurde im VIP-Bereich gefunden. Dort hielt sich Ernie vor einer TV-Show auf und probte seinen Hit "Rubber Ducky" (den gibt es wirklich).

Nach Ende der Ausstellung will Hyman alle Gegenstände seiner von Kritikern gelobten Aktion in einer "Zeitkapsel" lagern.

Haufe Online Redaktion

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