Die Baumaschinenmesse (Bauma) in München sorgte bei den dort ansässigen Hoteliers für gute Umsätze. Bild: Corbis

An Messetagen steigen gefühlt die Zimmerpreise. Doch wie wirkt sich die höhere Nachfrage im Einzelnen aus und von welchen Messen profitiert die Hotellerie eigentlich am meisten? Eine Studie der "Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung" gibt Auskunft.

Deutschland ist weltweit die Nummer eins, wenn es um die Durchführung internationaler Messen geht. Kein Wunder, dass das Jahr 2016 aus deutscher Sicht wieder ein gutes Messejahr wurde. Die Branchenzeitung "AHGZ" hat jetzt eine Studie veröffentlicht, wonach sogar Hotels erheblich von erfolgreichen Messen profitieren.

Messen als Publikumsmagneten

Am lukrativsten für die Hotellerie war im letzten Jahr die "Baumaschinenmesse" (Bauma) in München. Stolze 332 Euro konnten die Hoteliers in der bayerischen Landeshauptstadt im April im Durchschnitt für ein Zimmer verlangen. Aber auch einige Düsseldorfer Messen wie die "Medica" oder die "Drupa" sorgten dafür, dass die durchschnittlichen Zimmerpreise in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt kurzfristig auf rund 280 Euro pro Zimmer und Nacht stiegen.

Zu den lukrativen Münchener Messen gehören nach Einschätzung von Branchenkennern außerdem noch die Immobilienmesse "Expo Real" und die Sportmesse "Ispo Winter". In Köln gibt es nur zwei hochpreisige Messen - die "Orgatec" und die "Photokina". Die bei Personalern beliebte Kölner Messe "Zukunft Personal" hat bislang noch nicht das Zeug dazu, die Hotelpreise in der Domstadt explodieren zu lassen. Da viele wichtige Messen nur alle zwei oder sogar nur alle vier Jahre stattfinden, kann sich die Hotellerie vor Ort allerdings nicht regelmäßig auf messebedingte Sonderumsätze verlassen.

"Normale" Hotelpreise stabil

Betrachtet man den durchschnittlichen Preis, der im Jahr 2016 für eine Hotelübernachtung bezahlt werden musste, dann kann man von Preisstabilität sprechen. Die durchschnittliche Rate für ein Hotelzimmer lag 2016 bei 88 Euro (Vorjahr: 87 Euro). Dies hat das Hotelportal "HRS" in seiner jährlichen Auswertung ermittelt. In nahezu allen untersuchten Gegenden lagen die Preise mehr oder weniger auf Vorjahresniveau. In der Stadt München liegt der auf das Jahr umgerechnete durchschnittliche Zimmerpreis bei 110 Euro. In Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt Düsseldorf ist er um 6,3 Prozent auf durchschnittlich 101 Euro gestiegen. Nürnberg kann mit einem Plus von 4,5 Prozent auf durchschnittlich 92 Euro ebenfalls einen leichten Preisanstieg verzeichnen. Schlusslicht der Analyse bildet Dresden mit 80 Euro pro Nacht. Im Vorjahr waren es noch 82 Euro.

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