Eine neue Studie zeigt, dass 29 Prozent der CEOs weltweit einen MBA-Abschluss haben. Allerdings gibt es dabei erhebliche Unterschiede zwischen Nord- und Südamerika und Europa.

Einen MBA-Abschluss haben 37 Prozent der CEOs in Nordamerika und 45 Prozent der CEOs in Zentral- und Südamerika. Damit ist der MBA in diesen beiden Regionen der bevorzugte Master-Abschluss. Von den 59 Prozent der Chefs mit einem Master-Abschluss haben zwei Drittel einen MBA.

MBA-Abschluss: in Europa noch selten

Anders sieht es in Europa aus. Hier haben mit 76 Prozent zwar mehr Top-Manager einen Master-Abschluss, allerdings nur 22 Prozent einen MBA. Stattdessen verfügen die Unternehmenschefs öfter über einen Master in einem technischen, wissenschaftlichen oder juristischen Fach.

Mit 22 Prozent liegt der Anteil der europäischen CEOs mit MBA dabei unter dem der Chefs mit MBA in Afrika (29 Prozent) und Australien und Asien mit jeweils 24 Prozent.

Bei der Studie untersuchte das deutsche Studienportal Study.eu die Lebensläufe der größten Unternehmen der Forbes-Global-2000-Liste auf jedem Kontinent. Insgesamt wurden 231 CEO-Lebensläufe analysiert.

Chinesische CEOs am besten gebildet

Grundsätzlich, so die Studie, verfügen die Chief Executive Officers über eine gute Ausbildung. 97 Prozent haben mindestens einen Bachelor-Abschluss, 64 Prozent einen Master-Abschluss (inklusive MBA) und zehn Prozent sogar einen Doktortitel.

Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. Den höchsten Bildungsstand haben die chinesischen Unternehmenschefs. Alle haben mindestens einen Bachelor-Abschluss, 33 Prozent – und damit mehr als in anderen Regionen – einen Doktortitel.

In Australien spielen akademische Abschlüsse dagegen offenbar eine geringere Rolle. Hier haben 14 Prozent keinen Hochschulabschluss und nur 38 Prozent einen Master oder eine Promotion.

MBA: Auch unter deutschen Managern immer beliebter

Wie verbreitet der MBA- und andere Abschlüsse unter deutschen CEOs ist, haben kürzlich Wissenschaftler der beiden Business Schools ESCP Europe Berlin und HHL Leipzig Graduate School of Management in einer gemeinsamen Studie untersucht. Demnach ist zwar in Deutschland der Doktortitel nach wie vor verbreitet  – vor allem Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzende können hierzulande mit einem "Dr." auf der Visitenkarte glänzen. das könnte sich aber bald ändern: Denn unter den jüngeren Topmanagern ist ein Doktortitel weniger verbreitet als bei ihren älteren Kollegen. Häufiger anzutreffen ist bei ihnen ein MBA-Abschluss.


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