26.01.2012 | HR-Management

Studie: Personalengpass ist einer der größten Wachstumsrisiken

Die Vorstandschefs der weltweit größten Unternehmen haben wenig Hoffnung auf ein allgemeines Wirtschaftswachstum, so das Ergebnis einer PWC-Umfrage. Gut die Hälfte der Befragten befürchtet, dass nicht mehr ausreichende neue Fachkräfte zu finden sind.

Von 1.258 befragten Top-Managern rechnet fast jeder zweite (48 Prozent) in den kommenden zwölf Monaten mit einer Eintrübung des globalen Konjunkturklimas. Nur 15 Prozent erwarten eine freundlichere Wirtschaftsentwicklung. Die Perspektiven für das eigene Unternehmen schätzt die globale Wirtschaftselite dagegen überraschend optimistisch ein: Immerhin knapp vier von zehn Befragten gehen von steigenden Erlösen im Jahr 2012 aus. Für die nächsten drei Jahre steigt dieser Wert sogar auf 47 Prozent, wie aus dem "15. Global CEO Survey" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC hervor geht.

 

Deutschland ist Optimismus-Weltmeister

"In Deutschland erwarten die Unternehmenslenker für 2012 mehrheitlich (53 Prozent) eine weitere Abkühlung der globalen Konjunktur. Das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit ist in Deutschland allerdings so groß, dass Deutschland für den Zeitraum bis 2015 Optimismus-Weltmeister ist. Fast dreiviertel (73 Prozent) der CEOs hierzulande sind 'sehr zuversichtlich', in den kommenden drei Jahren deutliches Wachstum zu erzielen", sagt Norbert Winkeljohann, Sprecher des Vorstands von PWC Deutschland.

 

Personal wird weiter aufgestockt

Ungeachtet der schwächeren Wirtschaftsentwicklung investieren die Unternehmen weiterhin in den Ausbau ihrer Belegschaften. In den vergangenen zwölf Monaten ist die Zahl der Mitarbeiter bei jedem zweiten Befragten gestiegen, nur ein Fünftel der CEOs (23 Prozent) berichtet über Einschnitte. Für die kommenden zwölf Monate erwarten sogar noch weniger Top-Manager (18 Prozent) einen Personalabbau.

"Die Umfrageergebnisse legen nahe, dass die Unternehmen schwächere Wachstumsaussichten nicht mehr in erster Linie durch Kürzungen beim Personal zu kompensieren versuchen. Offenbar hat der Fachkräftemangel zu einem Umdenken in den Chefetagen geführt. Nur 16 Prozent der Unternehmen in Deutschland erwarten mittelfristig hinreichenden Zugang zu gut ausgebildeten Arbeitskräften. Dadurch werden Investitionen in die Aus- und Weiterbildung sowie eine verstärkte Suche auf dem internationalen Bewerbermarkt weiter an Bedeutung gewinnen", sagt Winkeljohann.

 

Eines der größten Risiken ist der Fachkräftemangel

Tatsächlich zählen 53 Prozent der befragten CEOs einen Engpass bei qualifiziertem Personal zu den größten Wachstumsrisiken. Immerhin 43 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die Mitarbeitergewinnung in ihrer Branche bereits schwieriger geworden ist. Umgekehrt sind nur 30 Prozent der Unternehmen davon überzeugt, auch künftig qualifiziertes Personal in ausreichender Zahl zu finden.

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