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Studie: Deutlich mehr offene Stellen, weniger Bewerber

Die Personalsuche in Deutschland ist in den vergangenen Monaten zusehends schwieriger geworden. Dies belegt eine aktuelle Analyse der Personalberatung Personal Total. Dabei steht eine deutlich steigende Zahl von geschalteten Stellenanzeigen immer weniger Bewerbungen gegenüber.

Laut der Studie wurden im zweiten Quartal 2011 rund 43 Prozent mehr Stellenanzeigen in Deutschland geschaltet als im gleichen Quartal des Vorjahrs. Gleichzeitig ist die Resonanz auf diese Stellenanzeigen zurückgegangen: Die Befragung von knapp 6.000 Anzeigen­schaltenden Unternehmen ergab, dass im zweiten Quartal 2011 lediglich bei zirka 17 Prozent der Stellenanzeigen mehr als 25 Bewerbungen eingingen. Im Jahr 2010 lag dieser Wert noch bei etwa 27 Prozent und im wirtschaftlich schwierigen Umfeld von 2009 fast doppelt so hoch bei rund 30 Prozent.

Noch geringer ist die Resonanz im Bereich der ITK-Fachkräfte. Hier gingen lediglich bei jeder zehnten Stellenanzeige mehr als 25 Bewerbungen ein. Auch die Erfolgsquote der Anzeigenschaltung ist zurückgegangen.

Gaben 2010 noch 60 Prozent der befragten Unternehmen an, einen Kandidaten sicher oder voraussichtlich einzustellen, so ist dieser Wert im zweiten Quartal 2011 um rund fünf Prozent gesunken. Bei den ITK-Fachkräften geben sogar nur knapp über 34 Prozent an, einen Bewerber auf eine Stellenanzeige hin einzustellen.

 

Printanzeigen erzeugen höhere Resonanz

Im knappen Bewerbermarkt zeigen die Printmedien dabei bessere Erfolge bei der Kandidatenansprache als Online-Stellenbörsen: Mehr als ein Drittel der Anzeigen der Berufsgruppe IT/Telekommunikation in Tageszeitungen und Fachmedien führte zu 10 bis 25 Bewerbungen, mehr als ein Achtel erzielten sogar 26 bis 50 Bewerbungen. Auf Rang zwei lag der kostenlose Stellenmarkt der Bundesagentur für Arbeit, klassische Online-Stellenmärkte erzielten deutlich weniger Resonanz.

Vorteil der Onlinebörsen sind allerdings die deutlich geringeren Schaltungskosten, sodass dieselbe Stelle mehrfach und in verschiedenen Portalen ausgeschrieben werden kann. Dies ermöglicht eine breitere Streuung von Stellenangeboten, die in der Summe durchaus eine vergleichbare Resonanz erzielen können.

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