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Studie: Arbeitsrecht ist die größte Stärke der Personalmanager

Die Aufgabenbereiche, die Personaler am professionellsten gestalten, sind das Arbeitsrecht und die Sozialpartnerschaft. Zu diesem Ergebnis kommt die DGFP-Studie "Professionelles Personalmanagement". Beim Wertschöpfungsmanagement gibt es noch Potenzial für Verbesserung.

Das mit Abstand am professionellsten bearbeitete Gestaltungsfeld Arbeitsrecht und Sozialpartnerschaft umfasst klassische operative Aufgaben, die die Personalmanager aus dem Effeff beherrschen. Dazu passt die Feststellung, dass Personalmanager ihre Stärken selbst vor allem in der Anwendung der arbeitsrechtlichen Regelungen sehen. Dass auf der Wirkungsseite die Sozialpartnerschaft am besten abschneidet, rundet das Bild des in arbeitsrechtlichen Fragen erfahrenen und in der Zusammenarbeit mit Belegschaftsvertretern routinierten Personalmanagers ab.

Vergleichsweise hohe Professionalitätswerte werden außerdem für die Gestaltungsfelder Leistungsmanagement und Vergütung, Personalmarketing und –auswahl sowie internationales Personalmanagement erzielt.

 

Wo noch mehr Potenzial drinsteckt

Optimierungspotenzial gibt es nach wie vor in erster Linie beim Wertschöpfungsmanagement. Herausforderungen für die weitere Professionalisierung stellen außerdem die Mitarbeiterbindung sowie das Gestaltungsfeld Beziehungen und Netzwerke dar.

Nahezu unverändert zeigt sich das Wirkungsprofil des Personalmanagements: Positiv beurteilt werden weiterhin die Sozialpartnerschaft und die Arbeitgeberattraktivität, kritischer bewertet werden die Strategiedurchdringung und die Innovationsfähigkeit der Organisation, wobei sich bei letzterer eine leichte Verbesserung abzeichnet.

 

Über die Studie

Seit 2004 werden regelmäßig die Mitgliedsunternehmen der DGFP zu den Befragungen eingeladen. Um auch die Kundenperspektive zu berücksichtigen, werden in einem zweiten Schritt je Unternehmen eine Führungskraft außerhalb des Personalbereichs und ein Betriebsratsmitglied eingeladen, den Fragebogen auszufüllen. 2010 haben sich an der Online-Befragung 190 Personalmanager beteiligt. Ein ausführlicher Ergebnisbericht ist nachzulesen unter www.dgfp.de/studien.

Hinweis: Die "HR-Image-Studie 2011" hat gezeigt: Die Mitarbeiter bewerten die Reputation und die Leistung der Personalfunktion im Unternehmen gravierend schlechter als die Personalmanager selbst.

 

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