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Stress im Büro schlägt Stress zuhause

In größeren Unternehmen ist der Stresslevel stärker gestiegen als kleinen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wenn die Arbeit stresst, empfinden Arbeitnehmer in Deutschland das schlimmer, als wenn das Privatleben Probleme bereitet, stellt eine neue Studie fest.

61 Prozent der Befragten in Deutschland empfinden demnach ihre Arbeit als größten Stressfaktor. Die Studie "From distressed to de-stressed", für die der Bürodienstleister Regus weltweit 16.000 Personen befragt hat, stellt außerdem einen Zusammenhang zwischen der Stressbelastung in Deutschland und der Stressbelastung in China her. Deutschland sei das einzige Land in Europa, das mehr Waren nach China ausführt statt aus China einführt - also einen Handelsüberschuss mit China hat. Und in beiden Ländern sei der Stress im vergangenen Jahr am meisten gestiegen.

Während weltweit nur 48 Prozent der Befragten angaben, im letzten Jahr mehr Anspannung verspürt zu haben, lag der Wert in Deutschland bei 58 Prozent der Befragten und in China sogar bei 75 Prozent.

Bei der Frage, wie sich der berufliche Stress am besten reduzieren lasse, stehen flexible Arbeitszeiten hoch im Kurs. Weltweit waren 63 Prozent der Befragten der Ansicht, dass sie damit weniger Stress im Job hätten. In Deutschland sind davon weniger Befragte überzeugt. Hier erreichte diese Form der Arbeitsplatzgestaltung nur einen Wert von 56 Prozent.

Ob die Befragten mehr oder weniger gestresst sind, hängt der Studie zufolge weltweit von der Größe des Unternehmens ab. In kleinen Unternehmen waren nur 46 Prozent der Befragten der Ansicht, ihr Stresslevel sei im vergangenen Jahr gestiegen, während es in größeren Unternehmen 54 Prozent waren.

Bei den privaten Sorgen steht weltweit das Geld an erster Stelle. Ihre finanzielle Lage als Stressfaktor empfinden demnach 44 Prozent der Befragten. Schlusslichter in dieser Kategorie sind Japan und Deutschland. Hier waren es nur 25 Prozent, denen das Geld besondere Sorgen bereitet.

Haufe Online Redaktion / dpa

Gesundheitsmanagement, Stress, Burn-out-Syndrom

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