Kapitel
Auch bei der Stellenanzeige gilt: Der erste Eindruck zählt. Bild: pixabay

Stellenanzeigen weisen in vielen Fällen handwerkliche Mängel auf. Das haben Studien gezeigt. Wie die ideale Stellenanzeige aussehen sollte, erfahren Sie hier.

Für eine perfekte Stellenanzeige sind mehrere Aspekte entscheidend:

  • Inhalt und sprachliche Formulierung
  • Grafische Gestaltung
  • Technische Umsetzung
  • Richtige Schaltung

Inhalt und sprachliche Formulierung: Konzentration aufs Wesentliche

Eine Stellenanzeige muss sowohl inhaltlich (alle relevanten Informationen enthalten?) als auch von der sprachlichen Formulierung her (Zielgruppe beachten!) überzeugen. "Konzentrieren Sie sich aufs Wesentliche", empfiehlt Personalmarketing-Experte Henner Knabenreich. "Gestalten Sie Ihre Stellenanzeige so, dass erkennbar ist, an welche Zielgruppe sich die Offerte richtet, wer Sie als Arbeitgeber sind und was Sie als selbiger zu bieten haben. Gerade hier können Sie punkten! Beschreiben Sie plastisch und praxisnah die Aufgaben und konzentrieren Sie sich aufs Wesentliche. Fünf Schwerpunktaufgaben müssen reichen. Verzichten Sie auf Substantivierungen und sprechen Sie Ihre Bewerber aktiv an. Benennen Sie nur die Anforderungen, die wirklich erforderlich sind und beschreiben Sie, in welchem Kontext diese zur Aufgabe stehen. Wenn der Job unangenehme Seiten hat, sollten Sie die unbedingt benennen. So ersparen Sie sich das Sichten unpassender Bewerbungen und sie können sich auf die wirklich guten Bewerber konzentrieren. Ganz wichtig: Vermitteln Sie Ihrem Bewerber, warum er sich ausgerechnet bei Ihnen bewerben soll und geben Sie ihm das Gefühl, herzlich willkommen zu sein. Betrachten Sie Ihr Stellenangebot als Einladung an Ihre zukünftigen Mitarbeiter!"

Eine Checkliste für die inhaltlich-sprachliche Gestaltung einer Stellenanzeige erhalten Sie in unserem Whitepaper "Zehn Tipps für die perfekte Stellenanzeige" (zum kostenlosen Download). Mehr zu diesem Thema lesen Sie außerdem im Kapitel "Stellenanzeigen richtig formulieren" dieses Top-Themas.

Grafische Gestaltung: Der erste Eindruck zählt

Außer den Inhalten sind die grafische Gestaltung und Gliederung einer Stellenanzeige entscheidend dafür, wie erfolgreich eine Stellenanzeige ist. Für den ersten Eindruck ist die grafische Gestaltung oft noch wichtiger, sie entscheidet darüber, ob eine Stellenanzeige überhaupt wahrgenommen wird und genauer gelesen wird. Über Eye-Tracking-Tests ist gut erforscht, welche Anordnung der Elemente für eine optimale Wahrnehmung der Anzeige sorgen. Vor wenigen Monaten erst haben die Onlinestellenbörse Stepstone und das Marktforschungsinstitut Mindtake untersucht, worauf Betrachter von Stellenanzeigen ihren Blick am Bildschirm besonders intensiv richten.

Mit unserem Online-Quiz können Sie testen, wie gut Ihr Wissen im Hinblick auf die Gestaltung von Stellenanzeigen ist und wie unterschiedliche Gestaltungsvarianten abschneiden. Hier geht's zum Online-Quiz "Die ideale Stellenanzeige".

Technische Umsetzung: Mobiloptimiert ist Pflicht

Wer seine Bewerbungsprozesse heute nicht mobil optimiert, verliert viele Bewerber. Beispielsweise erfolgt jede zweite Suchanfrage auf der Jobbörse Stepstone über Mobilgeräte. Seit April 2015 ist zudem die Mobil-Optimierung ein Ranking-Kriterium bei Google. Das heißt: Nicht optimierte Stellenanzeigen und Karriereseiten rücken ans Ende der Trefferliste bei der Google-Suche und werden so von potenziellen Bewerbern nicht gefunden. In Zeiten, in denen praktisch jeder ein Smartphone nutzt, sollte das Ziel im Recruiting sein, den Kandidaten alle Kontaktpunkte zum rekrutierenden Unternehmen auch mobil zugänglich zu machen – ohne Qualitätsverlust in Punkto Lesbarkeit, Inhalt und Funktionalität. Dazu zählt zum einen eine mobil optimierte Darstellung der Stellenanzeige auf der eigenen Karrierewebsite und auf Jobbörsen, aber auch die Suchfunktion im eigenen Karrierebereich.

Sieben goldene Regeln fürs Mobile Recuiting finden Sie hier.

Die richtige Schaltung der Stellenanzeige: Da sein, wo die Zielgruppe ist

Eine noch so gut gemachte Stellenanzeige verpufft, wenn Sie die Zielgruppe nicht erreicht oder nicht gefunden wird. Eine sorgfältige Analyse, wo sich die avisierte Zielgruppe im Internet bevorzugt aufhält ist daher unerlässlich, um zu entscheiden auf welchen Jobportalen die Stellenanzeige geschaltet werden soll und wie ggf. auch Passiv-Suchende Kandidaten erreicht werden können. Mehr dazu lesen Sie im Kapitel "Stellenanzeigen richtig schalten."

Schlagworte zum Thema:  Stellenanzeige, Recruiting

Aktuell
Meistgelesen