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| Leadership Award

Drei Unternehmen für Leadership-Exzellenz ausgezeichnet

Der erste Platz des St. Galler Excellence in Leadership Award geht dieses Jahr an die Graubündner Kantonalbank.
Bild: NZZ Business Events

Was können Personaler tun, um Führung erfolgreich zu fördern? Sie sollten auch einfach Konstanz beweisen, wenn sie erstmal das passende Konzept gefunden haben. Wie das aussehen kann, zeigt der diesjährige Erstplatzierte beim "St. Galler Excellence in Leadership Award".

Die Graubündner Kantonalbank hat mit dem Programm "Customer Centricity" dieses Jahr den Award für exzellentes Leadership erhalten. Sie überzeugte die Jury damit, dass sie im Jahr 2002 das Veränderungsprogramm für Kundenorientierung gestartet und bis 2018 geplant hat. In Zeiten des häufigen Wandels mit schnellen Wechseln gerade im Top-Management sei dies "eine unglaubliche Sache", fasste Laudator und Jurymitglied Hermann Arnold zusammen. Das Unternehmen habe erkannt, dass Werteorientierung vor allem Konstanz und Kontinuität brauche.

Als besonderen Punkt hob Arnold das freiwillige Vorgesetzten-Entwicklungsprogramm hervor, das eine Teilnehmerquote von 100 Prozent aufweise. Und noch weitere Daten können den langfristigen Erfolg belegen: "Die Kundenzufriedenheit hat sich massiv erhöht und die Empfehlungsquote des Unternehmens ist von 65 auf 80 gestiegen. Die Rekrutierungskosten sind auf null gesunken – und das obwohl die Branche nicht gerade zu den Lieblingen gehört", so Arnold in seiner Laudatio.

Porsche und Bundesagentur für Arbeit auf Platz 2 und 3

Knapp hinter dem ersten Platz landete die Porsche Dealer Academy. Sie bietet ein unternehmensübergreifendes Schulungsprogramm für Führungskräfte: Sie schult die eigenständigen Geschäftsführer in den Porsche-Autohäusern, "damit die Porsche Strategie 2018 auch im externen Geschäft gelebt wird", erklärte Professor Heike Bruch vom Institut für Führungs- und Personalmanagement (IFPM), das den Award jährlich ausschreibt.

Auf dem dritten Platz von knapp 20 Einreichungen landete die Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit mit ihrem Programm "Führung begleiten und Führung erlebbar machen". Wie Bruch erklärte, gehe man dort "in die Teams rein, beobachtet es und spiegelt das Beobachtete direkt in die Teams zurück." Auf diese Weise könnten Potenziale direkt "in der natürlichen Interaktion" erfasst und auch Konflikte in einer sehr frühen Phase adressiert werden.

Über den St. Galler Excellence in Leadership Award

Ausgeschrieben wird der Preis für Initiativen und Projekte für erfolgreiche Mitarbeiterführung. Das IFPM trifft eine Vorauswahl an Unternehmen, die anschließend besucht werden. Eine Experten-Jury fasst die endgültige Entscheidung über die drei Gewinner. Kriterien für die Wahl sind Leistungsrelevanz, Innovation, Inspiration und Nachhaltigkeit.

Haufe Online Redaktion

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