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Sparkurs in HR: Post leitet umfassende Maßnahmen ein

Vor Kurzem teilte Genereal Motors seine Sparpläne im Personalbereich mit. Nun sind die Pläne der Deutschen Post bekannt geworden: Sie senkt die Einstiegslöhne für neue Mitarbeiter und ein neues Modell der Altersteilzeit wird eingeführt. Dafür wird der Beschäftigungspakt um vier Jahre bis Ende 2015 verlängert.

Die Einstiegslöhne werden um durchschnittlich vier Prozent gesenkt. Neu eingestellte Briefzusteller erhalten demnach künftig 10,70 Euro pro Stunde statt bislang 11,13 Euro.

1.500 befristet Beschäftigte sollen ein unbefristetes Angebot erhalten. Bei der Posttochter First Mail beschäftigte Auszubildende sollen zudem zum Jahresende zur Deutschen Post AG wechseln. Die Gehälter werden im kommenden Jahr separat verhandelt.

 

Altersteilzeit mit Zeitwertkonten reguliert

Bei der Altersteilzeit gehen Deutsche Post und Verdi einen neuen Weg. Eine Kombination aus Altersteilzeit und Zeitwertkonten soll es den Beschäftigten ermöglichen, gegen Ende des Berufslebens die Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum zu reduzieren, um dann nach einer Freistellungsphase abschlagsfrei in Rente gehen zu können.

Die Mitarbeiter sollen frühzeitig ermuntert werden, Teile ihres Bruttoverdienstes auf Zeitwertkonten anzusparen. Es müssen mindestens drei Prozent und maximal 30 Prozent des Jahresbruttoeinkommens eingezahlt werden. Das Guthaben kann genutzt werden für eine rentennahe Freistellung, aber etwa auch für die Verlängerung der Elternzeit, zur Pflege von Angehörigen oder für eine zeitlich begrenzte "Auszeit".

Der während der Altersteilzeit fällig werdende Aufstockungsbetrag wird über einen Demografiefonds finanziert. Dieser speist sich aus einer entsprechenden Anrechnung zukünftiger Lohnerhöhungen. Beschäftigte mit geringerem Einkommen erhalten einen höheren Aufstockungsbeitrag als Beschäftigte mit einem höheren Einkommen.

 

Tipp: Sparpotenzial im Personalbereich

Wenn Kosten im Personalbereich reduziert werden müssen, sollte dies wohlüberlegt geschehen. Auf welche Instrumente Sie dabei zurückgreifen können, hat das Personalmagazin in Ausgabe 06/2010 zusammengefasst.

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