18.06.2012 | Social Media

Während der Arbeitszeit privat online: Eine unvermeidbare Entwicklung?

Gerade junge Arbeitnehmer wollen auch während der Arbeitszeit vernetzt bleiben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Arbeitnehmer wollen sich auch während der Arbeitszeit über Social Media vernetzen. Für viele Arbeitgeber ist dies ein Ärgernis: Sie glauben, dass sich diese Online-Aktivitäten nachteilig auf die Arbeitsproduktivität auswirken, das zeigt der aktuelle "Kelly Global Workforce Index".

Rund 52 Prozent der Befragten in Deutschland befürchten Einschränkungen der Produktivität bei privatem Social Media-Gebrauch während der Arbeitszeit, 31 Prozent sehen die Vermischung von Privatem und Beruflichem mit Skepsis. Auf der anderen Seite sind 46 Prozent der Arbeitnehmer der Ansicht, es gäbe keinen guten Grund, sich nicht auch am Arbeitsplatz privat in sozialen Netzwerken zu bewegen. Dass es hier zu Konflikten kommen kann, ist naheliegend.

Jedoch sind nur elf Prozent der Arbeitnehmer bereits aufgefordert worden, private Social Media-Aktivitäten während der Arbeitszeit zu unterlassen. Immerhin 17 Prozent finden es legitim, Meinungen über den Arbeitsplatz und die Firma im Rahmen sozialer Netzwerke auszutauschen und zu teilen.

Social Media als Recruiting-Instrument im Einsatz

Die sozialen Netzwerke sind für Unternehmen heute nicht nur eine bedeutende Plattform zur Selbstdarstellung, sondern auch eine wichtige Ressource zur Anwerbung neuer Talente. Ein Viertel der Befragten glaubt, die Social Media-Präsenz für Unternehmen  notwendig und wünschenswert sei. Immer mehr hoch qualifizierte Talente nutzen diesen Weg, um sich über potenzielle Arbeitgeber zu informieren und sich zu bewerben. Etwa ein Viertel wählt sogar ausschließlich diesen Weg. 

"Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich die private Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz in weiten Teilen etabliert hat und aus Arbeitnehmersicht, besonders in der jüngeren Generation, vielerorts bereits unter 'Gewohnheitsrecht' fällt. Vielen Arbeitgebern ist noch nicht ganz klar, wie sie damit umgehen sollen, auch und gerade im Hinblick auf Datenschutz und Unternehmensinterna", schließt Dinette Koolhaas.

Über die Studie

Für den aktuellen „Global Workforce Index“ wurden knapp 170.000 Personen in 30 Ländern befragt, davon über 4.000 in Deutschland. Die Umfrage wurde zwischen Oktober 2011 und Januar 2012 durchgeführt.

Weitere Informationen über die Studie können Sie unter www.kellyservices.com abrufen.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitszeit, Recruiting, Talent Management, Social Media

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