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| Social Media Guidelines

Umgang mit sozialen Netzwerken klar geregelt

Das Verhalten in sozialen Netzwerke wird von Unternehmensseite inzwischen klar geregelt.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Immer mehr Unternehmen in Deutschland geben ihren Mitarbeitern Leitlinien zum Umgang mit Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken an die Hand. Sie sollen Mitarbeitern Orientierung geben und zugleich rechtliche Risiken senken.

Laut Ausschnitt Mediendienst haben im ersten Halbjahr 2012 bereits mehr Unternehmen Social Media Guidelines veröffentlicht als im ersten Halbjahr 2011. Die Berliner Medienbeobachter haben in einer Studie 132 öffentlich zugängliche Social Media Guidelines anhand formaler und inhaltlicher Kriterien analysiert. 89 der untersuchen Richtlinien waren in deutscher Sprache, 43 in englischer Sprache abgefasst.

Die Studie stellt fest, dass von den DAX 30-Unternehmen bis Ende Juni 2012 erst sieben öffentlich zugängliche Social Media Guidelines zur Verfügung stellen. Hatten Daimler, die Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom und SAP bereits im vergangenen Jahr diese Leitlinien, versorgten Adidas, Deutsche Bahn und die Man Group ihre Mitarbeiter erst in diesem Jahr damit.

Verhalten in den Social Media Guidelines klar geregelt

In den Richtlinien drücken die Unternehmen aus, wie sie sich das Verhalten ihrer Mitarbeiter in sozialen Netzwerken vorstellen. Namentlich genannt werden vor allem Facebook, Twitter und flickr sowie die Business Netzwerke Lindedin und Xing. Demnach sollen die Mitarbeiter sich darin "ehrlich", "authentisch", "höflich" und "transparent" verhalten, auf Risiken achten und für ihren Arbeitgeber einen Mehrwert schaffen. Anonymität ist verpönt. 77 Prozent der Arbeitgeber bitten ihre Mitarbeiter, sich im Internet zu identifizieren, wenn sie sich an Diskussionen beteiligen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zu tun haben.

Viele Unternehmen machen in ihren Social Media Guidlines deutlich, dass sie diese als bindend für ihre Mitarbeiter ansehen, 44 Prozent äußern die Verbindlichkeit demnach durch die Blume. 21 Prozent drohen bei Nicht-Einhaltung mit Konsequenzen, die vom Löschen der Beiträge bis zur Androhung einer Kündigung reichen. In diesem Zusammenhang machen 92 Prozent explizit auch auf das geltende Urheberrecht aufmerksam.

Haufe Online Redaktion

Social Media, Kommunikation

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