21.09.2011 | Mobile Recruiting

Social Media und Apps auf dem Vormarsch

Wer potenzielle Bewerber ansprechen will, sollte vermehrt Social Media nutzen und Infos über Apps bereitstellen. Wie die Studie "Mobile Recruiting 2011" zeigt, tun dies bereits einige Unternehmen. Ein Viertel der 159 befragten HR-Experten hat mobile Maßnahmen zur Bewerberinformation bereits eingesetzt, 15 Prozent planen dies.

Wie Eco, Verband der deutschen Internetwirtschaft, und die DJM Consulting GmbH im Kontext des Forschungsprojekts Remomedia herausfinden konnten, haben 17 Prozent der Befragten bereits eine mobile Karriere-Website, ein weiteres Viertel plant sie. In der Pilotstudie vor zwei Jahren hatten gerade einmal acht Prozent ihre Jobseiten für mobile Endgeräte aufbereitet. Auch mobilen Online-Jobbörsen messen 79 Prozent der Befragten eine hohe oder eher hohe Bedeutung bei.

Die Maßnahmen sind für nicht für alle Zielgruppen geeignet

Für Jobsuchende besonders praktisch sind laut der Studie die orts- und zeitunabhängige Nutzung. Weniger relevant sind dagegen der Spaßfaktor und die Möglichkeit zur Personalisierung der Angebote.

"Die mobile Bewerberansprache eignet sich natürlich nicht für alle Jobs; idealerweise sollten Hochschulabsolventen auf diesem Weg angesprochen werden, auch für Schüler und Azubis sind mobile Maßnahmen gut geeignet", erklärt Wolfgang Jäger, Professor für Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Personal- und Unternehmensführung an der Hochschule RheinMain.

Vorstellbar seien aber auch spezielle mobile Recruitingmaßnahmen für bestimmte Beschäftigungsverhältnisse, meint Stephan Böhm, der zusammen mit seinem Kollegen Wolfgang Jäger das Forschungsprojekt Remomedia leitet: "Gerade für Zeitarbeit oder kurzfristig benötigte Aushilfstätigkeiten sind beispielsweise Location Based Services denkbar, die sonst im Mobile Recruiting noch nicht sehr häufig zum Einsatz kommen." Hierbei können einem Jobsuchenden mittels einer App beispielsweise freie Stellen in der Nähe seines Aufenthaltsorts angezeigt werden.

Mobile Recruiting ist auch Employer Branding

Triebfeder für Mobile-Recruiting-Aktivitäten sind in den meisten Fällen die Personalleitung und Personalabteilung, die Maßnahmen sind bei über der Hälfte der Befragten (48 Prozent) keine Einzelaktionen, sondern eingebettet in eine langfristige Strategie. So versprechen sich 90 Prozent davon eine Steigerung der Reichweite von anderen Recruiting-Maßnahmen und 84 Prozent erhoffen sich Unterstützung beim Aufbau und Führen einer Arbeitgebermarke. Von den bisherigen Maßnahmen zeigen sich die Befragten überzeugt: 79 Prozent der befragten Personaler waren mit den Ergebnissen ihrer Maßnahmen zufrieden oder sehr zufrieden.

Die Gesamtergebnisse der Studie können Sie hier abrufen http://www.djm.de/de/.

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