13.10.2011 | HR-Management

Serie "Führen in Teilzeit": Modelle von Teilzeitarbeit

Erfahrungsgemäß gibt es kein "Standard-Modell“. Insbesondere für Führungskräfte müssen betriebsspezifische und individuelle Lösungen gefunden werden, die oftmals Einzellösungen im Unternehmen bleiben. Welche Modelle am häufigsten in der Praxis anzutreffen sind, lesen Sie im zweiten Teil unserer Serie.

Grundsätzlich sind alle Modelle gefragt, die eine hohe zeitliche Flexibilität und örtliche Mobilität ermöglichen, zum Beispiel in Form eines flexiblen Zeitkontos. Fragt man Führungskräfte, welche Modelle sie bevorzugen würden, zeigt sich, dass sie eher zu vollzeitnahen Varianten tendieren, die mit Formen von Telearbeit kombiniert werden können. Gerne wird die 4-Tage-Woche praktiziert, bei der die Führungskraft in Absprache mit Kollegen und dem Team flexibel einen Tag in der Woche festlegt, an dem sie nicht anwesend ist.

Auch Tage, Monate oder das Jahr können verkürzt werden. Letzteres findet man oft in Projekten, die beispielsweise eine Vollzeitphase über mehrere Monate hinweg erfordern, um in den restlichen Monaten in Teilzeit oder gar nicht zu arbeiten.

Die "schöpferische Pause" in Form eines Kurz-Sabbaticals wird auch gerne von Führungskräften gewählt. Die freie Zeit kann zum Beispiel für Weiterbildungen, die Familie, Hobbys oder für eine Weltreise genutzt werden. Damit dieses Modell aber funktioniert, ist eine längerfristige Planung das A und O. Nur wenn man eine geeignete Vertretung gefunden hat, die während der mehrmonatigen Abwesenheit die Aufgaben auch übernehmen kann, ist diese Variante ratsam. Während des Sabbaticals kann die Stelle beispielsweise durch eine geschulte Nachwuchskraft besetzt werden.

 

Abb. Von Führungskräften bevorzugte Teilzeitmodelle (Quelle: Fauth-Herkner & Partner)

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