| Romanzen am Arbeitsplatz

Liebe ja – aber mit Bedacht

Die meisten Deutschen sind Romanzen am Arbeitsplatz gegenüber aufgeschlossen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Pünktlich zum Valentinstag haben zwei Jobportale Studien zur Liebe am Arbeitsplatz veröffentlicht. Das Ergebnis: Deutsche Arbeitnehmer sind Büroromanzen nicht abgeneigt, einige fürchten aber Karriereschäden. Um diese zu vermeiden, haben die Studienautoren einige Tipps zusammengestellt.

In den Deutschen ruht offenbar doch eine romantische Seele – das legen zumindest die Umfrageergebnisse nahe, die die Jobportale Monster und Careerbuilder zum Tag der Liebe am 14. Februar veröffentlicht haben. Die Autoren der Monster-Studie, die dafür 5.100 Nutzer weltweit befragten, haben etwa herausgefunden, dass 38 Prozent der Deutschen eine Romanze am Arbeitsplatz völlig unproblematisch sehen. 24 Prozent glauben zwar, dass eine solche Romanze der Karriere schaden könnte, würden es aber trotzdem tun. 13 Prozent meinen zwar nicht, dass eine Büroaffäre karriereschädlich ist, würden sich aber auf eine solche nicht einlassen. Nur jeder Vierte (25 Prozent) würde sich aus Angst vor dem Karriereknick nicht auf einen Kollegen einlassen.

Fünf Prozent mussten wegen einer Bürobeziehung den Job wechseln

Den Erkenntnissen von Careerbuilder zufolge endete für 27 Prozent der Deutschen die Beziehung mit einem Kollegen sogar im Hafen der Ehe. Die Weltmeister in der Büroliebe sind allerdings – wer hätte es gedacht – die Franzosen. Beziehungen am Arbeitsplatz am feindlichsten gegenüber stehen übrigens Arbeitnehmer aus den USA. Vielleicht weil dort ein Arbeitnehmer, der sich im Büro verliebt, ein erhöhtes Risiko läuft, wegen sexueller Belästigung verklagt zu werden.

Doch auch in deutschen Büros gilt es Vorsicht walten zu lassen, wenn man sein Herz an einen Kollegen verschenkt: Immerhin mussten fünf Prozent der 1.000 Careerbuilder-Befragten aufgrund einer solchen Beziehung schon einmal den Job wechseln.

Tipps für die rechtlich abgesicherte Liebe im Büro

Rechtliche, aber auch Stilfragen sollten die Romeos und Julias des Büroalltags also unbedingt beachten. Dafür haben Careerbuilder und Monster einige Tipps zusammengestellt, die wir in einer Zusammenfassung vorstellen:

  • Werfen Sie einen Blick in die Unternehmensleitlinien: Einige Unternehmen haben sehr strenge Vorschriften, was Beziehungen unter Kollegen angeht. Machen Sie sich mit den Richtlinien vertraut, bevor aus einer beruflichen Beziehung eine private wird.
  • Wahren sie Diskretion: Manche Romanzen halten ein Leben lang, andere enden im Desaster. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zu entscheiden, ob diese Beziehung Zukunft haben kann. Plaudern Sie keine intimen Details aus, denn solche Informationen sprechen sich schnell herum.
  • Trennen Sie Berufliches von Privatem: Vermeiden Sie Turteleien am Arbeitsplatz. Händchenhalten in der Betriebscafeteria, Füßeln unter dem Konferenztisch oder ein Abschiedskuss vor dem Meeting sind tabu. Und involvieren Sie andere Kollegen nicht in etwaige Beziehungsprobleme.
  • Flirten Sie offline: Seien Sie vorsichtig, was Sie über Ihre neue Beziehung in Sozialen Netzwerken preisgeben. Sie könnten Ihre Romanze früher publik machen, als Ihnen lieb ist. Um die eigene Privatsphäre zu schützen, empfiehlt sich zudem statt einer E-Mail ein netter Anruf oder ein persönliches Gespräch. Und ein Treffen nach Feierabend ist umso schöner außerhalb des Arbeitsumfeldes.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsplatz, Arbeitnehmer, Büro

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