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| Rente ab 63

Risiko des Rentenkonzepts war absehbar

Schon vor 67 Jahren in Rente gehen: Das nutzen inzwischen viele Arbeitnehmer.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Bereits rund 110.000 Anträge auf die Rente ab 63 wurden beantragt und fast ausnahmslos bewilligt. Wirtschaftsverbände befürchten nun größere Personalprobleme in den Betrieben. Diese Fluktuationsgefahr war allerdings bekannt.

Die rege Nutzung der Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren hat den Streit um dieses Gesetz der großen Koalition neu belebt. "Fehlende Fachkräfte erweisen sich in den Betrieben oftmals als Wachstums- und Innovationsbremse", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, der "Rheinischen Post" als die hohe Zahl der Anträge bekannt wurde. "Die Rente mit 63 und das frühere Ausscheiden von Leistungsträgern verstärkt diese Problematik." In den nächsten Jahren sei mit einer weiter steigenden Zahl der Anträge zu rechnen.

Über eine Million Berechtigte für Rente ab 63

Doch die Gefahr war bekannt. Schon im März 2014 hatte auch Berater Matthias Meifert, HR Pepper, auf dem Haufe-Portal Personal gewarnt: "Was für den einzelnen Arbeitnehmer eine erfreuliche Botschaft aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist, stellt Arbeitgeber vor Herausforderungen: Es drohen ein überraschendes Ausscheiden von Mitarbeitern, ein Verlust an implizitem Wissen und eine mögliche kulturelle Verwerfung." Er berechnete die Konsequenzen und kam auf 1,3 Millionen Beschäftigte, die aufgrund ihres Lebensalters in der Lage wären, das Angebot zur Verrentung in Anspruch zu nehmen.

Haufe Online Redaktion

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