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Recruiting: Potenzial aus EU-Krisenstaaten ausschöpfen

"Das gelobte Land" titelte "Zeit online" über einem Artikel, der beschreibt, wie beliebt Deutschland zuletzt im Ausland ist - auch für Arbeitnehmer. Doch bisher kommen kaum Bewerbungen aus den EU-Krisenstaaten in Deutschland an, zeigt eine Studie.

Seitdem Bundeskanzlerin Angela Merkel offiziell um Zuwanderer aus den EU-Krisenstaaten wirbt, herrscht in Spanien rege Nachfrage nach Deutschkursen. In den spanischen Goethe-Instituten hat sich die Zahl der Teilnehmer in den Deutschkursen verdoppelt, schreibt "Zeit Online". Ein Bürgermeister biete den Arbeitslosen im Dorf danach sogar einen Deutschkurs gratis an. Insgesamt sei Deutschland im Moment im Ausland sehr beliebt. Einige Beispiele im Artikel belegen, dass Deutschland auch und gerade für Arbeitnehmer aus dem Ausland interessanter wird.

 

Bewerbungen kommen trotzdem selten an

In einer Sonderfrage im Rahmen der Studie zum "Flexindex" von Randstad und dem Ifo-Institut ergab sich jedoch, dass die Firmen keine signifikant gestiegene Bewerbernachfrage aus den europäischen Krisenstaaten verzeichnen. Der Anteil der Firmen, die über signifikante Nachfragezuwächse ausländischer Bewerber aus den fünf EU-Krisenländern berichten, liegt meist bei unter zwei Prozent. Einige Anteile heben sich davon nach oben hin etwas ab - so verspürten beispielsweise 4,7 Prozent der Unternehmen zwischen 250 und 499 Beschäftigten ein gestiegenes Interesse aus Griechenland. Für die Studie wurden zirka 1.000 Personalleiter in Deutschland befragt.

 

Gute Lösung zur Fachkräftesicherung

Eine Kurzumfrage der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e. V. (DGFP), an der 91 Personalmanager teilnahmen, zeigt, dass Personaler durchaus auf die Fachkräfte aus dem EU-Ausland bauen: 67 Prozent vertreten die Meinung, dass diese Zuwanderung gut geeignet sei, langfristig ein ausreichendes Angebot an Fachkräften zu sichern.

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