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Mobile Optimierung: Nachholbedarf bei Personaldienstleistern

Nur wenige Personaldienstleistern haben einer Studie zufolge bisher ihre Website mobil optimiert.
Bild: Michael Bamberger

Die Karriereseite des Unternehmens für mobile Endgeräte zu optimieren genügt nicht: Personaler sollten auch auf die Recruiting-Webseiten des Dienstleisters achten. Denn einer Studie zufolge haben drei Viertel der Personaldienstleister in diesem Bereich ihre Hausaufgaben auch nicht gemacht.

Im Juni hatte die Personalmarketing-Agentur Wollmilchsau bereits untersucht, wie weit die Unternehmen mit der Optimierung ihrer Karriereseiten für mobile Endgeräte vorangeschritten sind. Das Fazit der damaligen Studie: Zwar sind bisher nur 22 Prozent der Unternehmenswebseiten diesbezüglich verbessert; doch ist das Thema in vielen Unternehmen zumindest präsent, denn im Vergleich zur Untersuchung aus dem Jahr 2013 hat sich der Wert verdreifacht.

Personaldienstleister: gleiche Optimierungsquote auf wie Firmen

Wenn diese Botschaft schon in den Unternehmen angekommen ist, sollte man denken, dass Personaldienstleister, die sich hauptsächlich auf Recruiting konzentrieren und damit werben, noch mehr Energie in die Optimierung ihrer Webseiten stecken.

Doch eine neue Studie, für die Wollmilchsau die Recruitingseiten der 150 größten Personaldienstleister auf ihre Nutzerfreundlichkeit für mobile Jobsuchende untersucht hat, kommt zu einem anderen Ergebnis: Gut drei Viertel der untersuchten Dienstleistungsunternehmen haben noch keine oder keine konsequente Mobiloptimierung ihrer Webseiten vorgenommen – und weisen damit in etwa die gleiche Quote wie die Unternehmen auf.

Blick auf die Recruiting-Webseite des Anbieters werfen

Ihnen gegenüber stehen nach Informationen von Wollmilchsau zwischen zehn und 25 Prozent der Bewerber, die schon Smartphones oder Tablets nutzen, um sich über Stellenangebote zu informieren – und die somit weder ein Großteil der Unternehmen noch ein Großteil der Personaldienstleister erreichen. Die Studienautoren von Wollmilchsau schätzen, dass allein die Branche der Personaldienstleister damit tausende Bewerber verliert. Dabei seien gerade die Personaldienstleister  besonders gefordert, den Ansprüchen der mobilen Jobkandidaten nachzukommen, da sie traditionell eine hohe Fluktuation aufweisen.

Auch den Unternehmen gehen durch die mangelnde Mobiloptimierung bei Personaldienstleistern potenzielle Talente verloren. Es lohnt sich demnach also für Personaler, bei der Auswahl von Personaldienstleistern nicht nur einen Blick auf das Angebot des Anbieters zu werfen – sondern auch auf dessen Recruitingwebsite.

Schlagworte zum Thema:  Recruiting, Mobile Recruiting, Personaldienstleister, Website

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