0

| Recruiting

Mit dem Wimmelbus auf Azubi-Suche

Auf dem Azubi-Bus ist der gesamte Ausbildungsweg bei Voith Industrial Services abgebildet.
Bild: Voith Industrial Services

Unternehmen müssen im Recruiting kreativ sein – auch bei Auszubildenden. Voith Industrial Services hat darum ein neues Projekt gestartet: Der Industriedienstleister lässt einen Azubi-Bus durch die Region Ingolstadt fahren, um auf die Chancen der dualen Ausbildung aufmerksam zu machen.

Als Anbieter von technischen Dienstleistungen für Schlüsselindustrien wie Automotive oder Energie hat es das Unternehmen Voith Industrial Services nicht gerade leicht im Recruiting. Es steht wie viele andere Firmen vor der Herausforderung mit Konzernen am gleichen Standort zu konkurrieren, die allein aufgrund ihres Bekanntheitsgrads ihrer Produkte schon bei den angehenden Azubis punkten.

Hinzu kommt die allgemein angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt, die auch viele Unternehmen betrifft. Das bestätigte Peter Appel, Innungsmeister der Elektroninnung Neuburg, bei der Auftaktveranstaltung zum Azubi-Bus: "Wir alle tun uns schwer damit, qualifizierte Jugendliche anzusprechen. Das hängt auch damit zusammen, dass die Arbeit als Elektroniker als eine der schwierigsten Aufgaben im Handwerk gilt. Doch Elektroniker werden immer und überall gebraucht. Wir müssen Jugendlichen attraktive Anreize bieten."

Web-Hinweise und "Augmented Reality"  

Vor diesem Hintergrund braucht es neue Wege, um Schulabgänger für die duale Ausbildung zu begeistern. Das Team von Voith Industrial Services hat darum den Azubis-Bus geschaffen, dessen Lackierung mit einem Wimmelbild aufwartet – viele kleine Details, Menschen und Dinge sind darauf abgebildet. Die einzelnen Bilder zeigen den Werdegang eines Auszubildenden: Vom Schulabschluss, über die Wahl des  Berufs, bis hin zur Bewerbung bei Voith Industrial Services in Ingolstadt und den Joboptionen nach der abgeschlossenen Ausbildung.

Zu den einzelnen Stationen gibt es QR-Codes auf dem Bus. Wer diese mit dem Smartphone scannt, erhält weitere Informationen zur Ausbildung oder gelangt auf Webseiten. Außerdem zeigt der Bus in einigen Szenen eine "Augmented Reality" (englisch: erweiterte Realität): Jugendliche können mit einer kostenlosen App auf dem Smartphone vor dem Bus stehen, die quasi wie eine Kamera  den Bus zeigt – aber zugleich noch viel mehr: weiterführende Informationen, Links oder auch Videos.

Langfristziel geht über die Ausbildung hinaus

Ziel ist es, qualifizierte Auszubildende zu gewinnen – und langfristig zu binden, wie Reiner Roloff, Geschäftsbereichsleiter bei Voith Industrial Services, erklärt: "Unser Bestreben ist es, Mitarbeiter in den eigenen Reihen auszubilden und so später den unternehmenseigenen Fachkräftebedarf decken." 

Haufe Online Redaktion

Recruiting, Ausbildung

Aktuell

Meistgelesen