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Fachkräfte suchen herausfordernden Job und gute Produkte

Eine Studie gibt Aufschluss darüber, wie Unternehmen das Tauziehen um Fachkräfte gewinnen.
Bild: image club graphics, inc.

Eine internationale Umfrage zeigt, dass rund jede zweite Fachkraft offen für neue Jobangebote ist. Sie gibt auch Aufschluss darüber, mit welchen Strategien Unternehmen die begehrten Kandidaten von sich überzeugen können.

Obwohl sich nur 23 Prozent der Befragten in Deutschland der Kategorie "aktiv suchend" zuordnen, sind doch 47 Prozent gerne bereit mit einem Recruiter zu sprechen. Wirklich zufrieden mit ihrem Job sind demnach nur 16 Prozent der Befragten. Das ergab eine Umfrage von Linkedin unter 18.000 Nutzern in 26 Ländern weltweit, darunter auch in Deutschland.

Die Suche nach dem perfekten Job

Wer in Deutschland wechseln möchte, achtet der Umfrage zufolge vor allem auf neue Herausforderungen und Möglichkeiten, was vor allem im Vergleich zu den 25 anderen Ländern einen Unterschied darstellt. Dies nennen 38 Prozent der Befragten als Hauptkriterium. Wichtiger als eine bessere Bezahlung ihrer Arbeit ist den Deutschen demnach, eine Aufgabe zu finden, die eher auf die eigenen Fähigkeiten zugeschnitten ist, wie 35 Prozent der Befragten angeben. Doch nicht nur die passenden Anforderungen sind für die Deutschen ein Grund zur Umorientierung: Viele erhoffen sich von einer neuen Position mehr Einfluss. Dieser Aspekt ist im internationalen Vergleich nur noch den Chinesen wichtiger. Eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielen Linkedin zufolge jedoch auch persönliche Gründe, wie Familie oder die Gesundheit. Dabei fällt auf, dass eine bessere Work-Life-Balance den Fachkräften bei der Jobauswahl offenbar nicht allzu wichtig ist. Nur die passiven Kandidaten legten etwas mehr Wert auf dieses Thema: Ein knappes Drittel nannte dies als wichtiges Kriterium bei Jobangeboten.

Was den Arbeitgeber attraktiv macht

Die Reputation der Produkte oder Services ist gerade in Deutschland ein wichtiger Faktor für die Wahl des neuen Arbeitsplatzes. Außerhalb Deutschlands wurde dem Thema nur noch in China ein ebenso hoher Stellenwert zugemessen. In beiden Ländern finden dies 30 Prozent der Befragten ausschlaggebend; in den anderen Ländern waren es im Schnitt nur 20 Prozent.

Geld und Werte für passiv Suchende interessant

Die Umfrage gibt zudem Aufschluss darüber, mit welchen Strategien jene Fachkräfte zu ködern sind, die eigentlich mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind: Sie achten demzufolge eher auf eine höhere Bezahlung als die aktiv Suchenden. Auch in der Gruppe der Zufriedenen macht offenbar eine verantwortungsvollere Position einen neuen Arbeitgeber interessant. Auffallend ist jedoch, dass die persönliche Übereinstimmung mit den Werten und der Kultur des Unternehmens ebenfalls als ein wichtiger Anreiz gilt, Arbeitnehmer zu einem Wechsel zu motivieren. Als insgesamt irrelevant wurde bei der Linkedin-Studie ein besserer Titel oder größere Sicherheit im Berufsalltag angegeben. Auch eine vorteilhaftere Location oder Weiterbildungsmöglichkeiten sind demnach bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers unwichtig.

Schlagworte zum Thema:  Recruiting, Fachkräfte, Job

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