05.03.2012 | HR-Management

Recruiting-Erfolg in Schwäbisch-Hall: Bewerbungen im Minutentakt

Damit hatten die Stadtoberen von Schwäbisch Hall nicht gerechnet: Weit mehr als 10.000 Bewerbungen aus Südeuropa gingen ein, nachdem sich Journalisten aus Griechenland, Italien, Spanien und Portugal auf Einladung der Kommune vor Ort über den Fachkräftemangel informiert und anschließend in ihrer Heimat darüber berichtet hatten. Der Oberbürgermeister ist hochzufrieden.

Anlässlich des Mittelstandskonvents "Kongress der Weltmarkführer" hatte die Stadt Schwäbisch Hall, nordöstlich von Stuttgart gelegen, insgesamt sieben Journalisten aus Griechenland, Italien, Spanien und Portugal eingeladen, um ihnen den Ort etwas näher zu bringen und vor allem um sie über den sich verschärfenden Fachkräftemangel zu unterrichten. Das war Ende Januar.

Dann brach geradezu ein Bewerbersturm über die Arbeitsagentur, die Unternehmen und das Rathaus von Schwäbisch Hall herein. Inzwischen seien weit mehr als 10.000 Bewerbungen eingegangen, teilt die Stadtverwaltung mit. Vor allem ein Artikel in der portugiesischen Zeitung „Diario Economico", der am 6. Februar erschienen ist, und ein daraus resultierender TV-Beitrag des Senders TVI am 14. Februar 2012 hätten eine enorme Resonanz gehabt.

 

Bewerber vor allem aus dem Bau- und IT-Sektor

Teilweise seien minütlich Mails mit vollständigen Bewerbungen aus Portugal eingetroffen. Die Interessentinnen und Interessenten kommen, wie die Stadtverwaltung weiter mitteilt, vor allem aus den Bereichen Bau/Architektur (20 Prozent), IT (12 Prozent), Metall/Elektro (10 Prozent) und dem kaufmännischen Bereich (10 Prozent). Leider verfüge aber nur etwa jeder 20. Bewerber über Deutschkenntnisse, was eine Vermittlung hierzulande deutlich erschwere.

Die örtliche Arbeitsagentur sei derzeit damit beschäftigt, die eingegangenen Bewerbungen zu sichten und zu sortieren. Auf jede Mail werde eine Antwort in englischer oder portugiesischer Sprache verfasst. Darin werde darauf hingewiesen, dass die Bearbeitung voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen dürfte. Die Arbeitsagentur wolle sich bei der Vermittlung auf Bewerber konzentrieren, die in Portugal arbeitslos sind, was auf etwa 25 Prozent zutrifft.

Für Schwäbisch Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim steht fest: "Aufgrund dieser Resonanz kann unsere Journalistenreise als großer Erfolg verbucht werden. Ich freue mich über die große Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern."

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