| Recruiting

Arbeitnehmer wollen sich finden lassen

Immer mehr Arbeitnehmer suchen nicht mehr aktiv nach neuen Stellen, sondern warten ab.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wer neue Mitarbeiter einstellen will, muss heute viel aktiver auf die Kandidaten zugehen. Das bestätigen die Studien "Recruiting Trends 2013" und "Bewerbungs-Praxis 2013" von Monster Deutschland und den Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main: Bewerber verhalten sich zunehmend passiv.

Fast jeder zweite Bewerber möchte lieber angesprochen werden als selbst aktiv zu werden. Außerdem stellt das Vorstellungsgespräch nicht mehr nur ein wichtiges Entscheidungskriterium für das Unternehmen dar, sondern auch für den Kandidaten: Neun von zehn Arbeitnehmern gaben an, dass sie anhand des Jobinterviews entscheiden, ob sie eine Stelle überhaupt annehmen sollen. 60 Prozent haben ein Stellenangebot danach abgelehnt.

Social Media noch kein strategisches Recruiting-Thema

Wie die Studien weiter zeigen, stellt es heute keinen Einzelfall mehr dar, dass sich Arbeitgeber bei den Bewerbern präsentieren. Auch die Wege zum Kandidaten werden immer vielfältiger. Allerdings bleiben die Unternehmens-Webseite (90 Prozent) und die Anzeigenschaltung in einer Online-Jobbörse (69 Prozent) laut Studie Recruiting-Trends die am häufigsten genutzten Suchwege. Social Media werden von 17 Prozent der Unternehmen zur Personalsuche eingesetzt, Printmedien zu 18 Prozent und Mitarbeiterempfehlungen zu über 20 Prozent.

Die meisten Neueinstellungen erfolgen nach den Studienergebnissen aber über Online-Stellenbörsen, gefolgt von der Unternehmens-Webseite und den Printmedien. Mitarbeiterempfehlungen tragen nur zu acht Prozent zu den Neueinstellungen bei und Social Media gar nur zu drei Prozent. Das mag daran liegen, dass lediglich 16 Prozente der befragten Unternehmen eine explizite Social-Media-Strategie für die Personalbeschaffung haben.

Schlagworte zum Thema:  Recruiting, Jobbörse, Talent Management, Social Media

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