25.05.2011 | HR-Management

Recruiting: Arbeitgeber verlieren Überblick bei den Jobbörsen

Rund 500.000 Stellen sind laut der Bundesagentur für Arbeit in Deutschland derzeit unbesetzt. Angesichts dieser Tatsache wirken die Ergebnisse einer aktuellen Studie über Online-Jobbörsen erschreckend: Arbeitgeber und Stellensuchende verlieren zunehmend im Dickicht der Stellenanzeigen und Branchenportale den Überblick.

Im Dschungel der zahlreichen Online-Jobbörsen herrscht für viele Nutzer einfach Chaos. Laut der Studie unter 250 Menschen, die Jobbörsen nutzen, behindern folgende Probleme die erfolgreiche Vermittlung: 88 Prozent der Personalverantwortlichen beklagen, dass sie aus Zeitgründen ihre Anzeigen nicht bei allen potentiell interessanten Jobbörsen einstellen können. Umgekehrt haben 92 Prozent der Arbeitssuchenden Angst, trotz mühevoller Durchforstung aller ihnen bekannten Portale reizvolle Angebote zu übersehen.

"Das Problem ist schlicht die Masse an Job-Portalen im deutschen Internet. Nimmt man alle Websites zusammen, die Stellenanzeigen veröffentlichen, kommen wir auf über 1.500. Das ist, selbst wenn man die ganz kleinen oder regionalen Anbieter weglässt, weder für Unternehmen noch für Interessenten zu überblicken", erklärt der SID-Vorsitzende Helmut Blank.

 

Probleme führen zu unnötigen Kosten im Recruiting

Damit einher geht eine Kostenexplosion für Personalsuchende. Wer auf allen gängigen Portalen inklusive branchenspezifischer Websites vertreten sein will, muss jedes mal dafür zahlen. Befragte der Arbeitgeberseite sagen zu 77 Prozent, dass sie die Zahl der Seiten, auf denen sie Angebote einstellen, bereits reduziert haben, um Geld zu sparen.

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