02.12.2011 | HR-Management

Raus aus der Infoflut: Atos verbietet interne E-Mails

Die Deutsche Telekom hatte sich einmal vorgenommen, den Freitag als E-Mail-freien Tag einzurichten. Das IT-Unternehmen Atos geht nun einen Schritt weiter und verbietet interne E-Mails komplett, berichtet der "The Telegraph". Neue Kommunikationsinstrumente sollen das gesprochene Wort stärken.

Ständig ploppt das Kästchen am rechten Bildschirmrand hoch. Eine neue E-Mail geht ein. Dass diese ständige Unterbrechung den Arbeitsfluss stört, ist offensichtlich. Laut einer von "The Telegraph" angeführten Studie dauert es 64 Sekunden bis man sich danach wieder auf die gerade anstehende Arbeit konzentrieren kann. Manche Mitarbeiter schalten deswegen das Benachrichtigungs-Kästchen aus. Der Ansatz von Atos soll eher die Ursache für die E-Mail-Flut bekämpfen.

Thierry Breton, CEO von Atos, will bis August 2013 seine "Zero E-Mail Policy" einführen. Um sich intern zu verständigen, sollen die Mitarbeiter dann nur noch auf Chat-ähnliche Plattformen wie Facebook oder Twitter kommunizieren.

Persönlich habe er diese Policy schon umgesetzt, erklärte Breton dem "Telegraph". Ihn könne man erreichen, indem man ihn persönlich aufsuche, anrufe oder eine SMS schicke. In jedem Fall könnten E-Mails nicht das gesprochene Wort ersetzen, so Breton.

Tipp: Wie sehr E-Mails inzwischen zu Produktivitätskillern geworden sind, zeigt auch der Artikel "Zwischen Überlast und Sucht", der in der Personalmagazin-Ausgabe 08/2011 erschienen ist. Zudem hat das Personalmagazin im Titelthema der Ausgabe 09/2008 die Themen "Infoflut" und "Multitasking" ausführlich behandelt.

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