02.06.2014 | "Economist" ROI-Ranking

Welche MBA-Programme sich am schnellsten auszahlen

Schnellen finanziellen Erfolg versprechen vor allem Business Schools mit kurzen MBA-Programmen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer nach dem MBA-Abschluss schnell reich werden möchte, sollte in Frankreich studieren. Zu diesem Ergebnis kommt ein Ranking des "Economist", das zeigt, wo sich die Investition ins Studium kurzfristig lohnt. Langfristig könnte sich jedoch eine finanzielle Durststrecke nach dem MBA auszahlen.

Dem Ranking der britischen Wirtschaftszeitschrift "The Economist" zufolge führt ein MBA-Abschluss an der französischen HEC Business School am schnellsten zum finanziellen Erfolg. Für ihre sogenannte "Payback Time"-Aufstellung untersuchten die Autoren die Vollzeit-MBA-Programme von 100 Business Schools weltweit. Den Return-on-Investment (ROI) der verschiedenen Programme berechneten sie, indem sie das entgangene Gehalt während des Studiums und die Kursgebühren auf der einen Seite mit dem zu erwartenden Gehalt nach dem Programm verrechneten. Im Fall der HEC ergibt sich daraus nach einem Jahr ein ROI von 66,5 Prozent.

Mannheim Business School landet auf dem sechsten Rang

Die Kursgebühren und das entgangene Gehalt schnell wieder hereinzuholen verspricht demnach auch das Programm der britischen Aston School, die mit einem ROI von 64,5 Prozent auf dem zweiten Platz des Rankings landet. Schnellen finanziellen Erfolg können sich demnach auch MBA-Studenten der University of Hong Kong mit einem ROI von 60,2 Prozent erhoffen, ebenso wie jene der SDA Bocconi (55,5 Prozent), der International University of Japan (52,4 Prozent) und der kanadischen York Schulich School (52 Prozent). Auf dem sechsten Platz folgt die erste deutsche Schule des Rankings, die Mannheim Business School, mit einem ROI von 51,9 Prozent. Auch die deutsche Otto Beisheim School ist im Ranking vertreten, allerdings mit einem weit geringeren ROI von 29,6 Prozent.

Amerikaner bieten meist Zwei-Jahres-Programme an

Wer die prestigeträchtigen US-Schulen wie Harvard, Wharton oder Booth sucht, wird in diesem Ranking eher gegen Ende fündig. Das liegt vor allem daran, dass diese Schulen (im Gegensatz zu ihren europäischen Konkurrenten) meist Zwei-Jahres-Programme anbieten, was wiederum zu einem längeren Verdienstausfall und höheren Studiengebühren führt.

Hochbezahlte Führungskräfte bei 330.000-Dollar-Programm

Ein zweijähriges MBA-Programm in Wharton kostet nach Angaben des Economists etwa 330.000 US-Dollar. Der höhere Verdienstausfall der Teilnehmer bedinge sich demnach auch dadurch, dass sich dort vorwiegend hochbezahlte Führungskräfte anmeldeten. Deren unmittelbarer Gehaltszuwachs nach dem Programm fiele oft kleiner aus, da sie nach dem Abschluss oft Stellen bekleideten, die nur wenig über dem Niveau ihrer alten Stelle lägen. Günstigere, kürzere Programme wie das des HEC böten im Gegensatz dazu schnellere finanzielle Erfolge: Absolventen der französischen Business School würden nach ihrem Abschluss genug verdienen, um den finanziellen Aufwand in zwei Jahren wieder hereinzuholen. Dennoch hätten die Wharton-Alumni nach Einschätzung der Economist-Autoren auf lange Sicht größere Chancen, in die höchsten Gehaltsklassen vorzustoßen.

Das komplette Ranking des "Economist" finden Sie unter www.economist.com.

Schlagworte zum Thema:  Ranking, MBA

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