01.06.2017 | Ranking

Financial Times bewertet Executive-Education-Programme

Das Executive-Education-Programm der spanischen Iese Business School erreichte im Financial-Times-Ranking den ersten Platz.
Bild: IESE

Die Financial Times hat ihr neues Ranking zu sogenannten Customized-Executive-Education-Angeboten veröffentlicht. Darin bewerten die Wirtschaftsjournalisten maßgeschneiderte, firmeninterne Programme für Unternehmen.

Bereits zum dritten Mal belegt die Iese Business School in Barcelona den ersten Platz im Ranking der Financial Times (FT). Auf Platz zwei liegt das IMD in Lausanne, das sich damit gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze verbessern kann, gefolgt von der Duke Corporate Education (Vorjahr ebenfalls Platz drei). Der zur amerikanischen Duke University gehörende Anbieter mit Büros in den USA, Großbritannien, Indien, Singapur und Südafrika ist einer der weltweit größten Anbieter von Managerweiterbildung.

Financial Times Ranking: Viel Bewegung im Top-Segment

Um zwei Plätze verbessern kann sich auch die SDA Bocconi School of Management in Mailand und erreicht Platz vier weltweit. Vor Kurzem gab die italienische Schule bekannt, dass sie mit der Gisma Business School in Hannover kooperiert und damit auch den deutschen Markt erschließen will.

Auf Rang fünf liegt die Harvard Business School. Im Vorjahr erreichte sie lediglich Platz 14. Fünf Plätze abgestiegen ist dagegen die HEC Paris auf Rang sieben. Damit liegt sie jedoch noch immer zwei Plätze vor Insead auf Platz neun (Vorjahr Platz acht).

Auch deutsche Business Schools im Ranking

Beste deutsche Schule ist die ESMT in Berlin auf Platz elf, die sich damit um neun Plätze verbessern kann. Die Mannheim Business School büßt sieben Plätze ein und kommt auf Rang 18. Die Frankfurt School of Finance and Management landet auf Platz 78 (Vorjahr Platz 76).

Die EBS Business School, im vergangenen Jahr erstmals auf dem letzten Platz im Ranking, ist nicht mehr dabei. Weil ihr die internationale Akkreditierung Equis entzogen wurde, erfüllt sie nicht mehr die Voraussetzung für die Teilnahme am Ranking. Die Universität St. Gallen landet auf Platz 42 (Vorjahr Platz 37).

Internationale Anwärter

Beste asiatische Schule ist die Shanghai Jiao Tong University auf Platz acht (Vorjahr Platz neun). Die CEIBS in Shanghai, die auch einen Campus in Zürich hat, landet auf Platz 48 und schneidet damit im Vergleich zum Vorjahr zehn Plätze schlechter ab.

Zu den größten Aufsteigern gehören Fundação Dom Cabral aus Brasilien, die sich von Platz 28 auf Platz 16 verbessert hat, die kanadische Schulich School of Business (von 51 auf 39) und das Indian Institute of Management in Ahmedabad (von 74 auf 63). Neueinsteiger sind das Centrum Católica in Peru auf Platz 80 und die Antwerp Management School auf Platz 84.

Maßgeschneiderte Programme als Königsdisziplin 

Die firmeninternen Programme, bei denen eine Business School gemeinsam mit einem Unternehmen ein Angebot entwickelt, das auf dessen spezielle Bedürfnisse abgestimmt ist und dennoch akademisch fundiert ist, gilt als Königsdisziplin im Portfolio einer Schule und zudem als lukrativstes Segment.

Die Bewertung basiert auf 15 Kriterien, zehn davon (etwa Vorbereitung, Programmdesign, Erwerb neuer Fähigkeiten, Follow-up und Zielerreichung) wurden von den Unternehmen beurteilt, fünf basieren auf Angaben der Schulen.

IMD führt erneut bei offenen Kursen

In einem separaten Ranking hat die FT die Business Schools mit den besten offenen Managementprogrammen bewertet. Hier wurde das IMD in Lausanne zum sechsten Mal als Sieger gekürt, gefolgt von der Iese Business School und der Harvard Business School.

Punkten kann das IMD vor allem bei der Zufriedenheit der Teilnehmer. 85 Prozent der Befragten gaben ihr mindestens neun von zehn Punkten. Damit liegt die Schule auf Platz eins, den sie auch auch bei der Vorbereitung und den erreichten Zielen belegte.

Offene Managementprogramme an europäischen Business Schools

Um fünf Plätze auf Rang vier verbessert hat sich die Oxford Said School of Business. Beste deutsche Schule ist die ESMT in Berlin auf Rang acht (Vorjahr Rang 13). Die ESCP Europe, die auch einen Campus in Berlin hat, liegt auf Platz 27 (Vorjahr Platz 28), gefolgt von der Universität St.Gallen auf Platz 28, die sich damit um zehn Plätze verbessern konnte.

Die Frankfurt School of Finance & Management landet auf Platz 74 und kann sich damit um einen Platz verbessern.

Wenig Umsatz, schlechte Chancen

Dass nicht mehr deutsche Schulen vertreten sind, liegt vor allem an der Vorgabe von einem Mindestumsatz in Höhe von zwei Millionen Dollar im Bereich der offenen Kurse. Schulen wie die Mannheim Business School oder die WHU – Otto Beisheim School of Management liegen deutlich darunter.

Grund dafür ist nicht zuletzt der zersplitterte Markt in Deutschland, in dem Weiterbildung vorwiegend in den Händen von nicht-akademischen Anbietern liegt.

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Schlagworte zum Thema:  Business School, Ranking, Führungskräfteentwicklung

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