27.05.2011 | HR-Management

Qualität von Weiterbildungsdatenbanken: Empfehlungen veröffentlicht

Eine Arbeitsgruppe von Vertretern mehrerer Weiterbildungsdatenbanken hat sich auf Empfehlungen geeinigt, die die inhaltliche Qualität dieser Angebote verbessern sollen. Weiterbildungsinteressierte können davon ebenso profitieren wie Personaler, die nach Fortbildungen für ihre Mitarbeiter suchen.

Die Autoren sehen in den Empfehlungen eine sinnvolle Ergänzung zur DIN-PAS 1045: 2004 für Weiterbildungsdatenbanken. Während es bei der PAS darum geht, mit welchen Informationsmerkmalen Weiterbildungsdatenbanken mindestens über Kurse informieren sollten und in welchen technischen Formaten diese ausgetauscht werden können, beziehen sich die Empfehlungen speziell auf die Qualität der Inhalte.

Wie auch bei der PAS 1045 ist es den Betreibern von Weiterbildungsdatenbanken jedoch freigestellt, ob sie sich an den Empfehlungen orientieren oder nicht. Letztlich handelt es sich dabei um Mindeststandards, die gerne auch überschritten werden sollten. Die Verfasser sind überzeugt, dass deren Umsetzung die Informationsqualität für die Nachfragenden und damit auch die Qualität von Weiterbildungsdatenbanken deutlich verbessern kann.

Die Empfehlungen werden bereits in unterschiedlicher Weise umgesetzt, wie die folgenden Beispiele zeigen:

  • Die Hamburger WISY-Kursportale nutzen die Empfehlungen, in dem sie für die Weiterbildungsinteressierten sichtbar zu jeder Kursinformation einen Hinweis auf den Vollständigkeitsgrad des Datensatzes in der Fußzeile der Kursdetails anzeigen, ergänzt mit einem Referenzwert. Bildungsträger erhalten in der Onlinedatenpflege zudem den Vollständigkeitswert, verbunden mit extra Hilfe-Hinweisen zur Bedeutung der Merkmale. Darüber hinaus ist die Hamburger Datenredaktion angewiesen, regelmäßig den Vollständigkeitsgrad der Kurse zu beobachten und wenn nötig nachzubessern.
  • Auch die WISY-Kursportale in den anderen Bundesländern (Hessen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein) haben angekündigt, die Empfehlungen nach dem Hamburger Vorbild umzusetzen.
  • Das Bildungsnetz Mecklenburg-Vorpommern hat bereits eine technische Umsetzung ähnlich den WISY-Datenbanken realisiert und wird diese Anfang Juni freischalten. Die Nutzer werden über den Vollständigkeitsgrad der Kursinformationen ("hoher", "mittlerer", "niedriger" Informationsgehalt) informiert und auf fehlende Informationen hingewiesen.
  • Die "Weiterbildungsdatenbank Saar" hat die Kurseingabe so gestaltet, dass Anbieter bestimmte Angaben verpflichtend eintragen müssen. Andernfalls lässt sich der entsprechende Kurs nicht speichern und damit nicht veröffentlichen.
  • Die Weiterbildungsdatenbanken in Berlin und Brandenburg arbeiten zurzeit an der technischen Umsetzung für das gemeinsame Suchportal, die für den Sommer zu erwarten ist.

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