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Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung 2011 verliehen

Anfang Dezember hat das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) in Bonn den Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung 2011 verliehen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Preisverleihung stand das Thema "Grenzenlos lernen - Mit Grenzen und Entgrenzung didaktisch umgehen!"

Mit dem diesjährigen Thema hat das DIE ein gesellschaftliches Phänomen aufgegriffen, das Chancen und Risiken zugleich birgt: "Die Verschiebung und Überwindung von Grenzen eröffnet die Möglichkeit, neue Wege zu gehen – sei es durch räumlich und zeitlich entgrenztes Lernen, durch gemeinsames Lernen von unterschiedlichen Kulturen und Generationen, durch Lernen in virtuellen Welten oder sogar von verschiedenen Nationen. Jedoch gehen mit dem entgrenzten Lernen hohe didaktische Herausforderungen für die Weiterbildung einher", erläutert Professor Ekkehard Nuissl von Rein, Wissenschaftlicher Direktor des DIE, den Hintergrund der Themenwahl des Innovationspreises 2011. "Die mit dem Preis ausgezeichneten Projekte haben diese Herausforderungen zum grenzüberschreitenden und entgrenzten Lernen herausragend gelöst."

 

Gewinner des Innovationspreises 2011

Verliehen wurde der Preis in drei Kategorien: Den Preis in der Kategorie "Raum und Zeit" hat die Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Bad Honnef für ihre "Lernlandschaft" gewonnen. Diese bietet Fach- und Führungskräften einen Ermöglichungsraum für selbstgesteuerte Lernprozesse auf 800 Quadratmetern zu Themen der Internationalen Zusammenarbeit.

In der Kategorie "Arbeits- und Lebenswelt" hat die international besetzte Jury das Projekt "AlphaKU - Neue Beschäftigungsperspektiven für Niedrigqualifizierte durch Grundbildung und Alphabetisierung" der bsw - Beratung, Service & Weiterbildung GmbH aus Dresden ausgezeichnet. Ziel des Gestaltungsprojektes war es, Langzeitarbeitslosen durch die Schaffung stabiler und auf ihre Situation zugeschnittener Bildungsangebote, den Erwerb notwendiger Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen, aber auch weiterführender Fähigkeiten zu ermöglichen.

In der Kategorie "Nation und Generation" überzeugte ein Projekt der Mannheimer Abendakademie und Volkshochschule GmbH. Dem vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg geförderten Projekt liegt die Idee zugrunde, durch ausgebildete Multiplikatorinnen Teilnehmer in Integrationskursen zu unterstützen, sich über den reinen Spracherwerb hinaus in unsere Gesellschaft zu integrieren.

 

Zusammensetzung der Jury

Aus über 60 qualifizierten Bewerbungen hat eine international besetzte Jury in einem dreistufigen Entscheidungsprozess die drei Gewinner ausgewählt. Der Jury gehörten an: Prof. Dr. Arne Carlsen, UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen, Prof. Dr. Henning Pätzold, Universität Koblenz-Landau, Dr. Katarina Popoviæ, Universität Belgrad und European Association for the Education of Adults (EAEA) sowie PD Dr. Monika Kil und Dr. Anne Strauch vom DIE.

 

Mehr Informationen unter www.die-bonn.de

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