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| Gesundheitmanagement

Präsentismus ist häufiger als Blaumachen

Arbeitnehmer gehen eher krank ins Büro als wegen Überlastung krankzufeiern.
Bild: Haufe Online Redaktion

Im Job regelmäßig überlastet - das trifft laut einer repräsentativen Umfrage auf jeden dritten Erwerbstätigen zu. Häufig sei dies Grund fürs Blaumachen. Allerdings geben die Befragte noch wesentlich häufiger an, dass sie auch krank zur Arbeit gehen.

Fünf Prozent der 1.000 Befragten fühlen sich der Umfrage zufolge im Job ständig überlastet, weitere 28 Prozent erklärten demnach, häufig überlastet zu sein. Hauptgründe seien Zeitdruck (63 Prozent), zu viel Arbeit (62 Prozent) und geringe Wertschätzung der Arbeit (30 Prozent).

Elf Prozent der Befragten gaben an, schon einmal krankgefeiert zu haben. Fast jeder zweite (43 Prozent) begründete dies mit dem Wunsch nach einer Auszeit wegen Überlastung.

Solidarität mit den Kollegen zählt mehr als Krankheit

Jedoch: Ganze 80 Prozent sind nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal trotz leichter Krankheit zur Arbeit gegangen. Davon gaben 68 Prozent an, die Kollegen wegen der vielen Arbeit nicht im Stich lassen zu wollen.

Risiko muss ernst genommen werden

"Wenn der Schreibtisch überzuquellen droht, hilft Blaumachen ebenso wenig, wie krank zur Arbeit zu gehen", warnt Gerd Ludwig, Vorstandsvorsitzender der IKK Classic. Dauerhafte Überlastung sei ein erstzunehmendes Gesundheitsrisiko.

Für die repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse IKK Classic wurden im Februar 1.000 deutschsprachige Erwerbstätige in Deutschland telefonisch befragt.

dpa / Haufe Online Redaktion

Präsentismus, Gesundheitsmanagement, Krankheit

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