12.12.2012 | Personalführung

Mehr Motivation durch bessere Reden

Eine Führungskraft muss rhetorisch überzeugen können - das gelingt vielen Dax-30-Vorständen nicht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Deutsche Vorstandschefs überzeugen nicht durch Worte. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Reden deutscher Dax-30-Vorstände durch den Fachbereich Kommunikationstheorie an der Universität Hohenheim.

Wer seine Mitarbeiter oder die Öffentlichkeit überzeugen und motivieren will, muss seine Worte so wählen, dass sie verstanden werden. Bei den deutschen Dax 30-Vorständen ist das laut einer Analyse der Universität Hohenheim für das "Handelsblatt" nur selten der Fall. Die Wissenschaftler haben analysiert, ob die Reden der Vorstände auf den jeweiligen Hauptversammlungen verständlich und überzeugend sind. Dafür zählten sie die verwendeten Fremdwörter, analysierten die Wortwahl und den Satzbau.

Zuviel Fremdwörter und Fachjargon

Die Reden spiegeln demnach nicht den Geschäftserfolg der Chefs. Der Anteil der Fremdwörter und spezifischer Fachbegriffe sei zu hoch, die Wortwahl zu schwülstig und der Satzbau zu kompliziert, um die Öffentlichkeit überzeugen zu können. Auch die Art des Vortrags lässt laut Analyse zu wünschen übrig. Von Spannung keine Spur, wenn Texte oder Powerpoint-Folien schlicht abgelesen würden und der Vortragende dabei keine Miene verziehe.

Das "CEO Rhetorik Ranking" führt der Chef der Deutschen Telekom, René Obermann, an. Dieser spreche kurze Sätze und benutze gute Bilder, um seine Anliegen zu erklären. An letzter Stelle dagegen sehen die Analysten von der Uni Hohenheim einen der erfolgreichsten deutschen CEOs, den Chef des Linde-Konzerns, Wolfgang Reitzle.

Schlagworte zum Thema:  Führung, Motivation, Kommunikation

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