14.09.2015 | Studie

Personaler verpassen Big Data

HR kennt sich mit Big Data nicht aus - doch das darf kein Grund sein, sich dem systematischen Umgang damit zu verweigern.
Bild: Haufe Online Redaktion

Personaler nutzen die Möglichkeiten von Big Data nicht – zum Nachteil ihres Unternehmens. Eine Studie zeigt, was Personaler sich dadurch verbauen und wie die Hemmschwellen überwunden werden könnten.

Der Einsatz von Big Data, also die Gewinnung und Nutzung von Erkenntnissen aus der Analyse großer Datenmengen, hilft Personalern, komplexe Vorgänge der HR-Arbeit zuverlässig zu managen: Talent Management erhält eine valide Basis, Vergütungsstrategien können Grundbedingungen wie künftige Entwicklungen mit einbeziehen.

Tatsächlich aber wird Big Data in HR kaum genutzt – das zeigt die Trendstudie von Spring Messe Management, der Humboldt-Universität zu Berlin und IQP. Eine Vorabveröffentlichung der Studie erschien bereits in Personalmagazin 5/2015, die komplette Ergebnisdokumentation finden Sie jetzt hier.

Know-how für Big Data fehlt  

Von den in der Studie befragten Personalabteilung sahen nur neun Prozent ihre Abteilung eher stark oder stark involviert in Big-Data-bezogene Aktivitäten. Tatsächlich durchgeführt wurde ein HR-bezogenes Big-Data-Projekt bei lediglich 15 Prozent der Befragten. Gleichzeitig schätzen nur sechs Prozent der Befragten den Reifegrad ihrer Organisation in Bezug auf den systematischen Umgang mit solchen Daten in HR als sehr oder zumindest hoch ein.

Zum sinnvollen Einsatz von Big Data, so die Studienergebnisse, fehlt es insbesondere am entsprechenden Know-how in den Unternehmen und den notwendigen Tools, aber auch an den Budgets, um sich dieses zu beschaffen.

Big Data unerlässlich im Talent Management

Gerade für die Personalauswahl und -entwicklung als Hoheitsgebiete von HR ist Big Data aber, so die Studienautoren, von unschätzbarem Vorteil. Denn nur so könne erkannt werden, ob die Ergebnisse von Potenzialanalysen aus Quellen wie beispielsweise Assessment Centern, Persönlichkeitstests oder Interviews überhaupt in der Lage sind, beruflichen Erfolg vorherzusagen – und zwar nicht nur laut metaanalytischer Studien, sondern auch in Bezug auf das eigene Unternehmen, eigene Zielgruppen sowie die eigenen (beziehungsweise die eingekauften) Potenzialanalyseinstrumente.

 

 

Schlagworte zum Thema:  Big Data, Talent Management, Potenzialanalyse

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