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Personaler kümmern sich 2012 besonders um Arbeitgeberattraktivität

Nicht überraschend, aber beruhigend zu wissen: Talente zu finden und binden ist derzeit für Unternehmen eine dringende Aufgabe. Dementsprechend erfährt das Thema "Arbeitgeberattraktivität" den höchsten Bedeutungszuwachs für Personaler in diesem Jahr. Das zeigt der "HR Klima Index 2012" von Kienbaum.

Wie Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver werden und wie sie die richtigen Mitarbeiter für sich gewinnen können, sind in diesem Jahr die Topthemen in den Personalabteilungen deutscher Firmen. Auf Platz drei der Prioritätenliste sehen die 295 befragten Personaler die Steigerung der Führungs- und Managementqualität.

 

Anforderungen an Personaler steigen, die Ressourcen aber kaum

Die demografische Entwicklung und der zunehmende Fachkräftemangel stellen die Personalbereiche vor die herausfordernde Aufgabe, die notwendigen personellen Ressourcen zu beschaffen, zu entwickeln und zu halten – und die Unternehmen sind sich dieser Aufgaben bewusst: 44 Prozent erwarten laut der Kienbaum-Studie, dass die Relevanz von HR-Themen steigt. Insbesondere Handelsunternehmen messen Personalthemen mit knapp 60 Prozent eine deutlich steigende Relevanz zu; Schlusslicht ist der Finanzsektor.

Obwohl die meisten Unternehmen zunehmend erkennen, dass der Faktor Personal in Zeiten enger und fordernder Arbeitsmärkte immer wichtiger wird, setzen sie diese Prioritäten nicht um. Wenn es um die Ausstattung der HR-Bereiche mit Personal- und Finanzressourcen geht, hinken diese seit Jahren der Beschäftigungsentwicklung hinterher.

"Anspruch und Wirklichkeit klaffen hier zunehmend auseinander. Wie schon in den vergangenen Jahren wird HR unter deutlichem Druck stehen, die Effizienz der eigenen Organisation weiter zu erhöhen. Dabei sind sämtliche aktuelle Herausforderungen – wie etwa  Fachkräftemangel, Integration von Migranten oder die Leistungsfähigkeit älterer Beschäftigter, aber auch die zunehmenden Flexibilitäts- und Mobilitätsanforderungen der volatilen Märkte – ohne exzellente Personalarbeit nicht zu stemmen", sagt Paul Kötter, Leiter der Studie und Director bei Kienbaum..

 

HR-Abteilungen steigern ihre Relevanz im Gesamtunternehmen

Fragt man die Personaler selbst, sehen sie sich bei der Positionierung ihrer Abteilung innerhalb des Unternehmens insgesamt auf einem guten Weg: HR ist in ihren Augen bei mehr als der Hälfte der Unternehmen in starkem oder sehr starkem Maße als Business Partner des Managements etabliert. Im Vergleich zum Vorjahr stieg dieser Wert sogar um rund zehn Prozentpunkte.

Auch die Einbindung von HR in strategische Unternehmensinitiativen hat sich verbessert: Allerdings ist die Personalleitungsebene nur in 27 Prozent der Unternehmen auf der ersten Führungsebene, also in Vorstand oder Geschäftsführung, angesiedelt, deutlich weniger als in anderen Ländern.

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