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| HR-Image-Studie

Personaler behalten ihr Verwalter-Image

Personaler und ihre internen Kunden haben die Kompetenzen von HR bewertet.
Bild: Michael Bamberger

Noch immer schätzen Personaler ihren Ruf im Unternehmen positiver ein als ihre internen Kunden. Eigen- und Fremdbild klaffen sogar teils erheblich auseinander, so das Fazit der Autoren zur "HR-Image-Studie 2013". Personaler sind danach ihr Image als Verwalter nicht losgeworden.

Zum dritten Mal haben die Hochschule Koblenz zusammen mit dem Personalmagazin und dem Beratungsinstitut "Heute und Morgen" die HR-Image-Studie erhoben. Darin werden sowohl Personaler als auch die Mitarbeiter außerhalb der Personalabteilungen dazu befragt, wie sie unter anderem Leistung, Ruf und Kompetenzen von HR einschätzen.

Gerade der Ruf von HR unter den internen Kunden ist noch verbesserungswürdig. So sagt nur fast jeder zweite der Befragten (47 Prozent), dass er die Reputation von HR positiv einschätzt. Erstmals wurde dieses Ergebnis in der Studie mit dem Ruf anderer interner Dienstleister verglichen - was eine kleine Erleichterung für Personaler schafft. Denn auch die IT und der Einkauf erreichen ähnliche Werte (48 bzw. 44 Prozent). Der Ruf der Controlling-Abteilung ist mit 41 Prozent noch etwas negativer.

Strategen sind selten, Verwalter häufiger anzutreffen

"Nach wie vor sehen die Mitarbeiter außerhalb der Personalabteilung HR vorwiegend in der Rolle des 'Administrative Expert', der sich um Aufgaben der Verwaltung und Organisation kümmert", so die Studienautoren Professor Christoph Beck und Dr. Frauke Bastians im Personalmagazin. "Entsprechend wird von den HR-Tätigkeitsfeldern die Gehaltsabrechnung am stärksten wahrgenommen." Als "Strategic Partner" konnten sich die Personaler bisher nur selten positionieren. Und lediglich ein Drittel der HR-Kunden denkt, dass HR einen großen Beitrag zum Unternehmenserfolg beitragen kann.

Das bezweifeln sogar die Personaler selbst: Auch hier ist nur ein Drittel davon überzeugt, dass HR im Top-Management wirklich Einfluss auf Unternehmensentscheidungen nehmen kann. Die befragten Personaler sehen sich auch nicht so sehr in der Rolle als "Strategic Partner" sondern eher in der Rolle des Mitarbeiterhelfers als "Employee Champion".

Personaler und HR-Kunden schätzen die Vertrauenswürdigkeit

Attribute, die die internen Kunden an ihren Personalern schätzen sind denen aus der Vorgängerstudie des Jahres 2011 ähnlich: Sie halten sie für vertrauenswürdig, kompetent, sympathisch und hilfsbereit. Seltener werden ihnen Eigenschaften zugeordnet wie innovativ, strategisch oder modern. Sich selbst sehen Personaler auch als vertrauenswürdig, hilfsbereit und kompetent an. Sie schreiben sich auch das Attribut "fleißig" oft zu. In vielen Eigenschaften weichen sie aber teils mehr als 40 Prozentpunkte von den Kundenangaben ab.

Immerhin 58 Prozent der HR-Kunden sind aber insgesamt mit den Leistungen zufrieden – und sogar 64 Prozent mit den einzelnen Ansprechpartnern in der HR-Abteilung.

Die komplette Studie können Sie hier herunterladen.

Haufe Online Redaktion

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