30.12.2011 | HR-Management

Personaler als Ideenmanager: Wie sie dabei Erfolg haben

Allein aus rein ökonomischen Aspekten ist das Ideenmanagement eindeutig lohnenswert. Das belegt eine Studie des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft (DIB). Häufig obliegt Personalern die Verantwortung für diesen Bereich - mit sehr unterschiedlichen Strukturen und Erfolgen.

Bei den 176 teilnehmenden Unternehmen der Benchmark-Studie "Ideenmanagement 2011", die das Deutsche Institut für Betriebswirtschaft (DIB) in Kooperation mit der Unternehmensberatung Fließ & Partner und der Fernuniversität Hagen durchführte, wurden im Jahr 2010 insgesamt 1,37 Milliarden Euro eingespart. Durchschnittlich reichte jeder Mitarbeiter branchenübergreifend 0,61 Vorschläge ein, von denen rund 69 Prozent umgesetzt wurden.

 

Ideenmanagement häufig in Personalerhand

Grund genug, einmal das Ideenmanagement genauer unter die Lupe zu nehmen. Gerade Personaler sind hier gefordert, denn organisatorisch ist das Ideenmanagement laut der Studie vorwiegend im Personalbereich angesiedelt (zu 40 Prozent). Ein Fünftel der Befragten zählt das Ideenmanagement zum Produktions- und Logistikbereich und in einem weiteren Fünftel gehört es zu den Bereichen Organisationsentwicklung oder Qualitätsmanagement.

Entsprechend der organisatorischen Aufhängung sind auch die Ziel unterschiedlich, die mit dem Ideenmanagement erreicht werden sollen (siehe Grafik auf Seite 32). Sowohl Kostensenkung und Effizienzsteigerung von Prozessen spielen hier eine Rolle als auch das Ziel, Ideenmanagement als Instrument zur Mitarbeiterführung und Erhöhung der Identifikation mit dem Unternehmen zu nutzen.

 

Erfolgsfaktoren für das Ideenmanagement

Um diese Ziele zu erreichen, sind bestimmte Erfolgsfaktoren bedeutend. Mittels einer Vorstudie und der Abfrage in der Benchmark-Studie wurden acht relevante Faktoren ermittelt, die im Folgenden in absteigender Relevanz aufgeführt sind.

  • Unterstützende Führungskultur
  • Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Prämiensystems sowie der Einreichungs- und Bewertungsprozesse
  • Controlling der Effektivität und Effizienz des Systems
  • Nachhaltigkeit in der Weiterentwicklung der Ideen
  • Schnelligkeit des Prozesses
  • Weiterbildung für Ideenmanager und Gutachter
  • Zusammenarbeit und Vernetzung der Beschäftigten
  • Offenheit des Ideenmanagement

Auf der Basis dieser Erfolgsfaktoren konnten zudem fünf Unternehmenstypen identifiziert werden, die spezifische Profile und Ausprägungen hinsichtlich der Erfolgsfaktoren besitzen. Sie sind hinsichtlich der ersten sieben Erfolgsfaktoren signifikant. Es lassen sich bei allen fünf Typen einige Optimierungspotenziale aufdecken.

Welche fünf Typen dies sind, können Sie im Personalmagazin, Ausgabe 11/2011 nachlesen.

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