| Personal-Risiko-Index

Die Lage bleibt im zweiten Halbjahr 2012 unsicher

Der Gesamtindex liegt im zweiten Halbjahr 2012 bei 4,35 von zehn Punkten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Auch die zweite Erhebung zum Personal-Risiko-Index zeigt: Unternehmen sehen den Fachkräfteengpass als größtes Personalrisiko an. Für die kommenden sechs Monate zeichnen die Umfrageteilnehmer ein eher düsteres Bild. Sie gehen von steigenden Risiken aus.

Zum zweiten Mal hat das Personalmagazin in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Personalwirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Sage HR Solutions AG den Personal-Risiko-Index (PRI) erhoben. Nach wie vor wird das Engpassrisiko, also die Gefahr, nicht genügend qualifizierte Fachkräfte zu finden, am größten eingeschätzt – mit einem Mittelwert von 4,99 auf einer Skala von null bis zehn.

Auch die Führung wird als wichtiges Risiko gesehen

Auf Rang 2 der wichtigsten Personalrisiken liegt das Führungsrisiko mit einem Mittelwert von 4,79. Dieses wurde nach einer Überarbeitung der Index-Umfrage neu erhoben. Es beruht auf den Schnittstellenproblemen zwischen dem HRM- und dem Führungssystem sowie auf normativen Entwicklungen wie dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich.

Das drittwichtigste Personalrisiko ist im zweiten Halbjahr 2012 das Motivationsrisiko mit 4,49 Punkten. Es zielt auf die Gefahr der Untermotivation und Anreizprobleme ab. Danach folgt das neu eingeführte HRM-Risiko, das hinterfragt, ob das Personalmanagement im Unternehmen über die erforderlichen Mittel und Wege verfügt, um Risiken entgegenwirken und strategische Maßnahmen initiieren zu können. Es erreicht einen Mittelwert von 4,47 Punkten.

Das Austrittsrisiko liegt in der Rangfolge der Risiken hinten

Diese ersten vier Risiken liegen alle über dem Gesamtindex und werden damit überdurchschnittlich hoch eingeschätzt. Unterhalb des Gesamtindexes liegt zunächst das Gesundheitsrisiko im Sinne von psychischen und physischen Überlastungen mit einem Wert von 4,30. Dann folgen das Anpassungsrisiko mit 4,06, das Loyalitätsrisiko mit 3,90 und als letztes das Austrittsrisiko mit einem Mittelwert von 3,76 Punkten.

Zukunftsausblick zeigt unsichere Lage

Die Umfrageteilnehmer wurden außerdem danach gefragt, wie hoch sie die Risiken in sechs Monaten einschätzen. Hier zeigt sich, dass sie insgesamt von einer unsicheren Lage ausgehen: Im Vergleich zum aktuellen Zeitpunkt geben sie durchweg signifikant höhere Mittelwerte für die in sechs Monaten erwarteten Risiken an. Die Befragten scheinen sich mit zunehmenden Problemen konfrontiert zu sehen.

Wieder große Teilnehmerzahl

Wo Probleme identifiziert werden, gibt es typischerweise auch eine Nachfrage nach Lösungen. Und so ist auch diese zweite Befragungswelle wieder auf große Aufmerksamkeit gestoßen. Insgesamt haben sich 842 Unternehmensvertreter dafür interessiert.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse lesen Sie auch im Personalmagazin, Ausgabe 12/2012. Den gesamten Ergebnisbericht können Sie unter www.pri.de herunterladen.

Schlagworte zum Thema:  Fachkräftemangel, Führung, Motivation, Talent Management

Aktuell

Meistgelesen