24.01.2014 | Onboarding

Ein guter Start zählt eine Menge

Arbeitgeber können viel dazu beitragen, das neue Mitarbeiter rasch produktiv mitarbeiten.
Bild: PhotoAlto

Neue Mitarbeiter sollen sich idealerweise möglichst rasch produktiv einbringen und zudem dem Unternehmen lang treu bleiben. Hier ist der Arbeitgeber gefragt. Worauf es beim sogenannten Onboarding besonders ankommt, untersucht ein Beitrag im Wissenschaftsmagazin "PERSONALquarterly".

Die Ziele, um die es Unternehmen vor allem geht, wenn neue Arbeitskräfte an Bord kommen, nämlich dass der Neuling rasch eine gute Performance an den Tag legt und dass er die Absicht entwickelt, bei der Firma zu bleiben, sind für Arbeitgeber beim Onboarding-Prozess nur sehr begrenzt direkt ansteuerbar. Lediglich die Intention zu bleiben lässt sich unmittelbar verstärken: Schon dass ein Unternehmen sich überhaupt aktiv um die Integration neuer Kollegen bemüht, wirkt sich nämlich spürbar positiv auf die Bleibeabsicht aus. Über verschiedene Zwischengrößen, insbesondere über die Rollenklarheit beim neuen Mitarbeiter, über die von ihm empfundene Selbstwirksamkeit, also das Gefühl, einen positiven Beitrag beisteuern zu können, und über die erlebte soziale Akzeptanz in der neuen Firma, wirkt sich das Onboarding aber nichtsdestotrotz stark aus.

So lautet eine der zentralen Erkenntnisse, die Prof. Dr. Torsten Biemann, der Inhaber des Lehrstuhls für Personalmanagement und Führung an der Universität Mannheim, gemeinsam mit Prof. Dr. heiko Weckmüller vom Hochschulstudienzentrum Bonn der FOM-Hochschule, durch die Auswertung wissenschaftlicher Studien zum Thema gewonnen haben. Vor allem stützen sie sich auf eine Metastudie aus dem Jahr 2007, in welche 70 Einzelstudien mit gut 12.000 Teilnehmern eingeflossen sind.

Die Autoren leiten aus ihrer Analyse eine Reihe von praktischen Hinweisen fürs Onboarding aus: So seien geeignete Rollenvorbilder und die Annahme der Persönlichkeit des Neueinsteigers die effektivsten Onboarding-Maßnahmen überhaupt. Der Onboarding-Prozess sollte zumindest über sechs Monate laufen - aktuell weit verbreitet sind hingegen dreimonatige Onboarding-Perioden. Drittens sollten Neuankömmlinge möglichst frühzeitig, am besten schon vor dem eigentlichen Antritt der Stelle, weitergehende Informationen über ihre Aufgabe und ihr neues Umfeld erhalten.

Weitere Informationen zum Wissenschaftsjournal "PERSONALquarterly" finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  OnBoarding, Performance, Retention, Selbstwirksamkeit, Rollenklarheit, Akzeptanz

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