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| Oktoberfest-Knigge

Wie Sie sich auf der Wies'n korrekt verhalten

Beim Oktoberfestbesuch mit Kollegen und Vorgesetztem gilt: Hände weg von zu viel Bier!
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Viele Unternehmen laden ihre Mitarbeiter dieses Jahr wieder aufs Oktoberfest ein. Als Mitarbeiter sollten Sie sich allerdings im Klaren darüber sein, dass Sie auch hier ein Aushängeschild Ihrer Firma sind – und sich entsprechend verhalten. Einige Anregungen finden Sie in unserem Oktoberfest-Knigge.

Klar, der Besuch auf dem Oktoberfest verlangt nicht nach dem großen Business-Knigge. Allerdings sollten Sie auch in diesem informellen Umfeld gewisse Grundregeln beachten: Zum Ausflug auf die Theresienwiese müssen Sie natürlich nicht im Dreireiher erscheinen, das wäre over-dressed und obendrein noch unpraktisch. Kleiden Sie sich lieber leger, aber korrekt. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie sich aufreizende Dirndl und zerrissene Lederhosen für Ihren privaten Besuch am Wochenende aufheben.

Das Bierzelt ist als Partnerbörse nicht geeignet

Aber auch mit Ihrem Verhalten sollten Sie nicht entgleisen. Unterhalten Sie sich locker, aber niveauvoll mit Ihren Kollegen. Das gilt selbstverständlich auch für den Smalltalk mit Ihrem Chef, dem Sie auch nach der dritten Maß keine privaten Details anvertrauen sollten; und für das Gespräch über eine mögliche Beförderung oder die nächste Gehaltserhöhung ist das Bierzelt ohnehin nicht der richtige Ort. Auch als Partnerbörse ist eine solche Veranstaltung nicht unbedingt geeignet: Wer in Feierlaune die nette Kollegin, die nebenan auf der Bierbank sitzt, in ein eindeutiges Gespräch verwickelt, riskiert nicht nur eine Ohrfeige – sondern auch, am nächsten Tag zum Firmengespött zu werden.

Am nächsten Tag zum höflichen Business-"Sie" zurückkehren

Das führt zur nächsten goldenen Regel: Lassen Sie sich nicht übermäßig vom kühlen Gerstensaft verführen. Es muss nicht immer die Maß sein, auch wenn Ihre Kollegen oder vielleicht sogar Ihr Vorgesetzter Sie dazu animieren. Auch ein Radler oder alkoholfreies Bier sieht im Maßkrug schick aus, wird aber Ihre Sinne nicht so sehr trüben wie das Original. Wechseln Sie alkoholische Getränke bei einer längeren Sitzweil auf jeden Fall immer mit nicht-alkoholischen ab. Denn, wer weiß?, vielleicht rekrutiert Ihr Vorgesetzter gerade die nächste Nachfolgeführungskraft und möchte die Kandidaten auch im privaten Bereich testen.

Sollte das Verhältnis mit Ihrem Chef im Laufe des Oktoberfestbesuchs zu schnell zu freundschaftlich werden – etwa, indem er Ihnen plötzlich das "Du" anbietet –, sollten Sie am nächsten Tag zunächst einmal vorsichtig zum höflichen Business-"Sie" zurückkehren. Duzt Ihr Chef Sie dann immer noch, können Sie ruhig zurückduzen, denn dann hat er sein Angebot ernst gemeint.

Geschäftspartner aus Shanghai sitzen auf der Bierbank nebenan

Doch nicht nur das eigene Team und der eigene Vorgesetzte sollten der Maßstab Ihres Verhaltens auf der Wies'n sein: Auch Ihre Kunden könnten auf dem Volksfest zugegen sein – schließlich trifft sich hier nicht nur München, sondern die Welt. Vielleicht sitzen ihre Geschäftspartner aus Shanghai sogar auf der Bierbank nebenan und genießen dort ihrerseits die Einladung ihres Chefs. Denken Sie also auch in diesen festlichen Momenten daran, dass Sie auch in Ihrer Freizeit als Aushängeschild Ihrer Firma wahrgenommen werden könnten.

Haufe Online Redaktion

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