09.09.2011 | HR-Management

Enterprise 2.0: Offener Austausch ersetzt klassische Mitarbeitertrainings

Der größte Wissenszuwachs bei Mitarbeitern soll künftig durch eine stärkere Vernetzung im eigenen Unternehmen und über Unternehmensgrenzen hinaus entstehen. Dies sagt die ICT-Management-Beratung Detecon in ihrem neuen Opinion Paper „Learning Enterprise 2.0“ voraus.

70 Prozent der zukünftigen Weiterbildung würden in Form von offenem Austausch unter Kollegen oder mit Fachkräften anderer Unternehmen geschehen. Auf das heute noch vorherrschende klassische Training würden langfristig nur noch 10 Prozent der Weiterbildungsressourcen entfallen. Des Weiteren betonen die Autoren des Papiers, dass sich durch die Innovationen der Informations- und Telekommunikationstechnologie Partner ad hoc zu sogenannten „Smart Business Networks“ zusammenschließen könnten, um bestimmte Aufgaben gemeinsam zu lösen. Stünden anschließend neue Herausforderungen an, könnten sich diese Netzwerke schnell neu gruppieren.  

 

Innerbetriebliche Vernetzung als essentieller Bestandteil des Lernens

Als Konsequenz aus diesem Umbruch müssten Unternehmen Lernarchitekturen aufbauen, welche die besten Mitarbeiter zusammenführen und das Teilen von Wissen und Ideen bestmöglich fördern. Wichtiger würden zum Beispiel Partnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen. Das erleichtere einerseits Studierenden den Berufseinstieg und öffne andererseits universitäre Lehrveranstaltungen für Berufstätige. Vor allem aber müssten Unternehmen ihre innerbetriebliche Vernetzung als zukünftig essentieller Bestandteil des Lernens fördern. Dies könne zum Beispiel über eine offene Raumeinteilung von Büros geschehen oder über ansprechend aufbereitete Social-Media-Netzwerke mit einer hohen Interaktivität und Informationsdichte. „E-Mails hingegen sind für die Generation Y eine veraltete Form der Kommunikation“, so Jörg Sander, Principal Consultant bei Detecon und einer der Ko-Autoren des Beratungspapiers.

 

Offener Austausch mit Externen

„Im offenen Austausch auch mit Externen liegt die Zukunft der Lern- und Wissenskultur in Unternehmen“, erläutert der Detecon-Berater weiter. Über soziale Netzwerke könnten Brainstormings und Ideenbörsen mit tausenden von Teilnehmern organisiert werden, die aus unterschiedlichsten Wissengebieten und Kulturen kommen. „Dazu gehören auch Marktplätze, auf denen die besten Ideen wie an einer Börse gehandelt werden“, sagt Sander. „Als Voraussetzung dafür müssen Unternehmen ihre Bildungs- und Innovationsstrukturen verändern.“ Bildungsangebote müssten in Zukunft auf kleine Zielgruppen oder sogar individuell ausgerichtet sein. Für die IT bedeute dies: „Business as a Service ersetzt starre IT-Infrastrukturen und monolithische, oft unflexible Lernmanagement-Systeme“, so Sander.

 

Das Detecon Opinion Paper „Learning Enterprise 2.0 – Lernen und Wissen im Unternehmen der Zukunft” steht unter www.detecon.com/learning-enterprise zum Download zur Verfügung.  

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