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| Investition in akademische Bildung

Unternehmen wünschen sich praxisorientierten Nachwuchs

Studenten sollten praxisorientierter lernen: Das fordern Unternehmen, die in akademische Bildung investieren.
Bild: Haufe Online Redaktion

Deutsche Unternehmen investieren jedes Jahr Milliardenbeträge in die akademische Bildung. Doch sie tun das nicht vorwiegend aus hehren Gründen: Einer Erhebung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zufolge möchten Firmen damit vor allem praxisorientierte Fachkräfte für den eigenen Bedarf sichern.

Rund 2,5 Milliarden Euro geben deutsche Unternehmen nach Auskunft des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln jährlich für akademische Bildung aus. Den größten Teil dieses Betrags investieren die Firmen demnach in die Studenten selbst, vor allem in Form von Stipendien, dualen Studienplätzen, Praktikumsplätzen und berufsbegleitenden Studienmöglichkeiten. Knapp 470 Millionen Euro davon gehen an die Hochschulen – als Geld- und Sachspenden, Sponsoring und zur Finanzierung von Stiftungsprofessuren.

Rekrutierung des eigenen Fachkräftenachwuchses an erster Stelle

Warum ihre Firma in den Nachwuchs investiert, wollten Wissenschaftler des IW nun von 1.310 Unternehmensvertretern wissen. Das Ergebnis zeigt, dass dabei mit 88 Prozent Zustimmung die Rekrutierung des eigenen Fachkräftenachwuchses an erster Stelle steht. Fast ebenso wichtig ist den Verantwortlichen mit 82 Prozent der Nennungen das Ziel, spezielle Fachrichtungen sowie das praxisorientierte Lernen zu stärken, das Wissen ihrer Mitarbeiter auffrischen und Leistungsträger in den Betrieben fördern.

Hehres Ziel: den Bildungsstandort Deutschland stärken

72 Prozent der Befragten verbuchen die Spenden für den Nachwuchs auch als Investition in die Arbeitgebermarke: So viele erhoffen sich nämlich einen Reputationsgewinn als Förderer von Hochschulen und Studenten. Über die Hälfte (56 Prozent) verfolgt damit zudem das hehre Ziel, mit  ihren Investitionen den Bildungsstandort Deutschland zu stärken.

Über zwei Drittel haben Praxisorientierung der Studenten gestärkt

Der Erhebung zufolge sind zwischen der Hälfte und zwei Dritteln der Unternehmen bislang mit ihrer Investition zufrieden; sie hätten durch ihre finanziellen Zuwendungen den erhofften Nutzen tatsächlich realisieren können. Offenbar ist es den Unternehmen insbesondere gelungen, das Wissen ihrer Mitarbeiter zu vertiefen sowie die Praxisorientierung von Studenten zu stärken: 69 Prozent der Befragten stimmen dem zu.

Haufe Online Redaktion

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