Nachhaltigkeit in MBA-Programmen

Das Thema Nachhaltigkeit spielt im Management eine immer größere Rolle. Das Magazin Corporate Knights hat untersucht, an welchen Business Schools sich MBA-Studenten am meisten mit dem Thema beschäftigen.

Das auf Nachhaltigkeits-Themen spezialisierte US-amerikanische Magazin Corporate Knights hat seine neue Rangliste "Better World MBA" herausgegeben und dabei 40 MBA-Programme bewertet, bei denen das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt. Platz eins belegt erneut die britische Warwick Business School, gefolgt von der kanadischen Schulich School of Business, die sich damit um einen Platz verbesserte. Platz drei geht an die School of Management an der britischen University of Bath, die im Vorjahr noch auf Platz 15 lag.

Better World MBA: Durham Business School macht großen Sprung

Auch die MIT Sloan School of Management (von Platz zehn auf Platz sechs), die niederländische Tias School for Business and Society (von Platz zwölf auf Platz acht) und die Cambridge Judge Business School (von Platz 44 auf Platz 22) konnten sich verbessern. Den größten Sprung nach vorn macht die britische Durham Business School von Platz 27 auf Platz sieben.

Nachhaltigkeit und MBA: Die größten Verlierer

Zu den größten Absteigern gehören Insead, das nur noch Platz 20 erreicht (Vorjahr Platz sieben) und die US-amerikanische Wharton School auf Platz 34 (Vorjahr Platz 17). Stanford und Harvard sind überhaupt nicht mehr dabei.

Einzige deutsche Schule ist die Mannheim Business School auf Platz 38. Im Vorjahr lag die Schule auf Platz 46 und war daher nicht mehr in der Rangliste. Insgesamt schafften es elf US-Schulen, neun britische und fünf europäische Schulen in die aktuelle Rangliste. Kanada ist mit zehn Schulen vertreten. Der Rest kommt aus Asien, Australien und Afrika.

Bewertet wurden 146 Business Schools, darunter die Top 100 des Financial Times Ranking, die 40 Schulen aus dem letzten Better-World-Ranking, akkreditierte Schulen (AACSB, AMBA und EQUIS) sowie Unterzeichner der "Principles for Responsible Management Education" der Vereinten Nationen.

Bewertung erfolgt mit fünf Indikatoren

Die Schulen wurden nach fünf Indikatoren bewertet: Pflichtkurse zu Nachhaltigkeit (30 Prozent), Institute und Zentren, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen (zehn Prozent), Forschung zu dem Themenbereich (30 Prozent) und Zahl der Zitationen (20 Prozent) sowie Diversität. Die Gender-Diversität basiert auf dem Anteil der Frauen in der Fakultät und zählt fünf Prozent ebenso wie die ethnische Vielfalt. Die Daten wurden von öffentlichen Quellen erhoben und von den Schulen verifiziert und bestätigt.

Das 2002 in Toronto gestartete Magazin Corporate Knights gilt international als eine der wichtigsten unabhängigen Publikationen zum Thema Nachhaltigkeit.


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