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Mobile Karriereseiten: Und sie lädt…und lädt…

Bei mobilen Karrieresites gibt es weiter Optimierungsbedarf: Bewerber kritisieren lange Ladezeiten und schlechte Designs.
Bild: Haufe Online Redaktion

Seit Mobil-Optimierung bei Google ein Ranking-Kriterium mobil ist, hat manche HR-Abteilung bereits ihre Karrieresite im "Responsive Design" kreiert. Allerdings gibt es dabei noch Nachholbedarf, so eine Studie: Demnach ärgern sich so manche Bewerber etwa über lange Ladezeiten der mobilen Seiten.

Für immer mehr Menschen wird der Griff zum Smartphone zur selbstverständlichen Geste: Rund 53 Mal am Tag, durchschnittlich alle 18 Minuten, wird das Gerät im Schnitt am Tag eingeschaltet, ergab kürzlich eine Studie der Universität Bonn.

Google rankt nicht-optimierte Karrieresites schlechter

Auch bei der Jobsuche spielt der mobile Begleiter bei vielen schon eine Rolle. Daraus ergeben sich für Personaler To Dos: Sollen die eigenen Jobangebote auch übers Smartphone einzusehen sein, gilt es, eine Website zu gestalten, die sich bei Nutzung über mobile Geräte auf deren Format anpasst – die also über ein sogenanntes "Responsive Webdesign" verfügt.

Dies umzusetzen ist längst kein Bonbon mehr für mobilaffine Bewerber: Seit Google im April dieses Jahres Mobil-Optimierung als Ranking-Kriterium eingeführt hat, muss, wer im Google-Ranking von seinen potenziellen Bewerbern gefunden werden will, seine Karrieresite wohl oder übel optimieren.

Inwieweit auf diese Weise optimierte Karrieresites schon genutzt werden und wo die Bewerber noch Verbesserungsbedarf sehen, hat nun eine Befragung des Online-Portals Meine Stadt, das unter anderem eine Jobbörse anbietet, ergründet.

Schlechte Darstellung frustriert Bewerber

Die Ergebnisse der Befragung legen nahe, dass manches Unternehmen seine Karrieresite bislang nicht sauber von der Desktop- auf die Mobilvariante übertragen hat: Denn knapp 40 Prozent der Befragten zeigten sich frustriert von der schlechten Darstellung mobiler Stellenausschreibungen.

Knapp ein Drittel (32 Prozent) ärgerte sich zudem über lange Ladezeiten. Diese können etwa entstehen, wenn Stellenanzeigen eine große Menge an Daten enthalten – etwa, weil das Layout mit Grafiken angereichert ist – und diese nicht für die mobile Site abgespeckt werden. 

Eine Umfrage der Jobbörse Indeed offenbarte im Frühjahr ebenfalls noch Nachholbedarf beim Thema "Mobile Recruiting": Von mehr als 500 teilnehmenden HR-Verantwortlichen gaben nur zwölf Prozent an, dass sie ihre Job- und Karriereseiten sowie ihre Bewerbungsprozesse für mobile Geräte wie Tablets oder Smartphones bereits optimiert haben. Immerhin 23 Prozent der Befragten planten damals, ihre Seiten für mobile Geräte zu optimieren. 31 Prozent wollten diesen Trend weiter im Auge behalten und dann entsprechend reagieren.

Analoger Ansprechpartner gewünscht

Das noch geringe Angebot an mobil-optimierten Karrieresites schlägt sich offenbar auch in niedrigen Nutzerzahlen wider: Bisher haben nur die wenigsten Bewerber (22 Prozent der Befragten) schon die Möglichkeit zur mobilen Bewerbung genutzt, zeigt die neue Meine-Stadt-Studie. Immerhin zeigt sich knapp jeder Zweite (45 Prozent der Befragten) einer Bewerbung per mobil-optimierter Site gegenüber aufgeschlossen.

Die Umfrage zeigt auch: Auch wenn es immer mehr digitale Unterstützung im Recruiting gibt, wünschen sich die Bewerber nach wie vor einen analogen Ansprechpartner. Knapp jeder zweite Bewerber (45 Prozent) gibt an, sich gar nicht erst zu bewerben, wenn er keinen Ansprechpartner bei der Stellenanzeige findet.

Jeder Zweite will Infos zum Gehalt

Zum Status Quo mobil-optimierter Karrierewebsites befragt, bemängeln 29 Prozent der Umfrageteilnehmer einen fehlenden Ansprechpartner und weitere 24 Prozent die fehlende Möglichkeit, Rückfragen zu stellen.

Und auch in der mobilen Welt behält rund jeder zweite Befragte das Wesentliche im Blick: 47 Prozent von ihnen geben an, sich nicht zu bewerben, wenn Infos darüber fehlen, was sie in der ausgeschriebenen Position verdienen können.

Mehr zum Thema "Mobile Recruiting" lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe des Personalmagazin-Sonderhefts "Recruiting Spezial".

Haufe Online Redaktion

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